„Viele Menschen haben bei diesem schweren Unwetter alles verloren. Und jetzt stellen einige fest, dass auch ihr Unternehmen von den Wassermassen verwüstet wurde und dass sie Gefahr laufen, bestenfalls vorübergehend arbeitslos zu werden und schlimmstenfalls gar keine Arbeit mehr zu haben. Die Politik kann nicht gleichgültig bleiben“, sagt Marc Niessen, Regionalsekretär der CSC Liège-Verviers-Ostbelgien.
„Die verschiedenen Regierungsebenen müssen die Situation einschätzen“, fordert Marc Niessen.
Mehrere Unternehmen haben große Schäden erlitten. In der Region Lüttich die Schokoladenfabrik Galler, der Getränkehersteller Chaudfontaine, das Bauunternehmen Bam-Galère und die Thermalbäder von Chaudfontaine.
In der Region Verviers ist das auf Polymermaterialien spezialisierte Unternehmen Cabot Plastics in Pepinster verwüstet, das Gleiche gilt für die Butterfabrik Corman in Goé und emblematische Unternehmen der Textilbranche wie Depairon, Iwan Simonis und Traitex.
In Eupen hat es das Kabelwerk schlimm erwischt. Und diese Liste sei bei weitem nicht erschöpfend, heißt es in einer Mitteilung der CSC.
Darüber hinaus seien vielerorts KMU, insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe, das schon stark unter der Coronakrise gelitten hatte, und zahlreiche Geschäfte durch die sintflutartigen Überschwemmungen verwüstet worden.
Gewisse Installationen müssten teilweise oder komplett erneuert werden, sodass der Betrieb folglich erst in einigen Tagen, Wochen oder sogar Monaten wieder aufgenommen werden könne. Die Gewerkschaftsdelegierten arbeiteten bereits hart daran, die bestmöglichen Lösungen zur Unterstützung der Arbeitnehmer zu finden, heißt es weiter.
„Die verschiedenen Regierungsebenen müssen die Situation einschätzen“, fordert Marc Niessen. „Arbeitnehmer, die schon unter den Folgen der Coronakrise gelitten haben, müssen finanziell unterstützt werden: Die CSC fordert mehr als nur die normale Arbeitslosigkeit wegen Unwetter. Eine solche Katastrophe hat es bisher noch nicht gegeben!"
Deshalb fordere die CSC die Behörden auf, alles zu tun, damit die Unternehmen so schnell wie möglich wieder starten können. „Die Zukunft vieler Arbeitnehmer und ihrer Familien steht auf dem Spiel.“ (red/um)

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