Laschet: Eindruck während Steinmeier-Rede „tut mir leid“

<p>NRW-Ministerpräsident Armin Laschet lacht während Bundespräsident Steinmeier (nicht im Bild) ein Pressestatement gibt.</p>
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet lacht während Bundespräsident Steinmeier (nicht im Bild) ein Pressestatement gibt. | Foto: Marius Becker/dpa

Er bedauere den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden sei. „Dies war unpassend und es tut mir leid“, schrieb Laschet am Samstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter. „Uns liegt das Schicksal der Betroffenen am Herzen, von dem wir in vielen Gesprächen gehört haben.“

Auf Fernsehbildern und Aufnahmen von Fotografen ist der CDU-Politiker während einer Rede des Bundespräsidenten in Erftstadt im Hintergrund zu sehen. In einer Sequenz scherzen Laschet und seine Begleiter. Zu sehen ist, wie er sich lachend zu seinen Begleitern dreht.

Bei Twitter gab es daraufhin Kritik an dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil schrieb: „Ich bin wirklich sprachlos.“ SPD-Parteivize Kevin Kühnert twitterte: „Eine Frage des Charakters.“ Der Pianist Igor Levit kritisierte „würdeloses Verhalten“. Der frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, sprach von „Pietätlosigkeit“ gegenüber den Opfern.

Steinmeier und Laschet hatten in Erftstadt, wo in den vergangenen Tagen zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden waren, mit Helfern und Feuerwehrleuten gesprochen. In einer kurzen Rede nach dem Treffen hatte der Bundespräsident sein Mitgefühl mit den Opfern der Flutkatastrophe zum Ausdruck gebracht und gesagt: „Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz.“ Im Netz wurde darauf verwiesen, dass auch Steinmeier gelacht habe. Die Diskussion konzentrierte sich zunächst aber auf Laschet. (dpa/sc)

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Kommentare

  • Es wäre ja nur zu schön, wenn er auch gesagt hätte, was denn so lustig war, dass er dermaßen lachen musste.

  • So ein Typ will dann Kanzler werden?!
    Wer so ein asoziales Verhalten in so einer Situation an den Tag legt, dem sollte man einen Tritt in den Hintern geben, daß er sich Tage nicht mehr setzen kann.

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