Darunter könnten Menschen sein, die zum Beispiel ihr Handy verloren haben. Andere wurden ohne Ausweispapiere ins Krankenhaus eingeliefert oder hatten noch keine Gelegenheit, mit Familienangehörigen Kontakt aufzunehmen, hieß es. Die Rettungskräfte setzten ihre Bemühungen vor Ort fort, nachdem die Regenfälle vielerorts am Freitag aufgehört hatten. Das Krisenzentrum ruft daher alle auf, die noch keinen Kontakt zu ihren Angehörigen oder Freunden aufnehmen konnten, dies den Rettungsdiensten zu melden. „Wenn Sie Informationen über ein Familienmitglied oder einen Freund suchen, wenden Sie sich bitte an die örtliche Polizeizone, die alle Informationen über vermisste Personen sammelt“, teilte das Krisenzentrum mit. Bei praktischen Fragen könne jeder die kostenlose Informationsnummer 1771 anrufen.
In Teilen der Provinz Flämisch-Brabant sei die Situation weiterhin kritisch, hieß es am Nachmittag. In Rotselaar seien mehrere Häuser von den Fluten bedroht. Der Pegel der Demer habe einen kritischen Punkt erreicht.
Gemeinsam mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besuchte Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) am Samstag betroffene Gebiete, darunter am Nachmittag auch die Eupener Unterstadt. In der besonders stark betroffenen Provinz Lüttich sind nach Angaben des Krisenzentrums die Sucharbeiten nahezu abgeschlossen. Der Wasserstand der Maas, der an vielen Stellen gefährlich hoch geworden war, gehe nun langsam zurück.
Der Pegelstand hatte zuvor Evakuierungen im Zentrum Lüttichs ausgelöst. Entgegen den Befürchtungen hielt der Deich in Maaseik (Provinz Limburg) den Wassermassen stand. Für die kommenden Tage sagte das Königliche Meteorologische Institut für große Teile des Landes trockenes und teils heiteres Wetter vorher. (belga/dpa/sc)

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