Wegen Mordversuches in Malmedy angeklagt

<p>Wegen Mordversuches in Malmedy angeklagt</p>

Sie hatten am 7. Oktober 2020 in Malmedy zwei bulgarischen Arbeitern aufgelauert, die sich über ihre prekären Arbeitsbedingungen und ausstehende Lohnzahlungen beschwert hatten. Einer der beiden Angeklagten richtete demnach eine Pistole auf den Kopf des 40-jährigen Arbeiters und drückte zweimal ab. Aber die Waffe klemmte. Danach schoss er dem Mann zwei Mal ins Knie. Die Beschuldigten wurden Stunden später in ihrem Haus in der Provinz Limburg festgenommen.

Die Staatsanwalt Verviers sprach von einem mafiösen System. Sie forderte zehn und acht Jahre Gefängnis für die beiden Angeklagten. Die Verteidigung plädierte auf Notwehr, da das Opfer angeblich mit einem Stein nach den Angeklagten geworfen und diese mit dem Tod bedroht habe. Zudem sei nicht erwiesen, dass der Angeklagte zuerst auf den Kopf des Opfers gezielt hätte. Urteilsverkündung in einem Monat. (arco)

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