Nach Joint-Konsum: Sprinterin Richardson nicht im US-Olympia-Kader

<p>Sha'Carri Richardson feierte Ende Juni nach ihrem Sieg im 100-Meter-Lauf der Frauen bei den US-Olympic Track and Field Trials. Die Kämpfe dienen der Qualifikation für das US-amerikanische Team bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio, die aufgrund der Corona-Pandemie 2021 stattfinden.</p>
Sha'Carri Richardson feierte Ende Juni nach ihrem Sieg im 100-Meter-Lauf der Frauen bei den US-Olympic Track and Field Trials. Die Kämpfe dienen der Qualifikation für das US-amerikanische Team bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio, die aufgrund der Corona-Pandemie 2021 stattfinden. | Foto: dpa

Die mit ihren bunten Haaren und langen Fingernägeln extrovertiert wirkende Richardson hatte am 19. Juni bei den Ausscheidungskämpfen in Oregon das 100-Meter-Rennen gewonnen und sich damit einen Platz im Olympia-Kader der USA gesichert. Weil die Gold-Kandidatin danach aber positiv auf die in Marihuana enthaltene Substanz THC getestet worden war, wurde ihr Erfolg bei den Trials in Eugene gestrichen und sie für 30 Tage suspendiert. Diese Sperre wäre vor dem Staffelrennen am 5. August in Tokio abgelaufen.

Der US-Verband teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP mit, dass er „unglaublich mitfühlend“ sei wegen Umstände - ihre Mutter war gestorben. Allerdings müsse man den anderen Athletinnen gegenüber fair bleiben, die ihrerseits für den Traum einer Olympia-Teilnahme gearbeitet hätten.

Richardsons Suspendierung hatte unter US-Sportlern für viel Kritik und Aufsehen gesorgt, auch weit über die Grenzen der Leichtathletik hinaus. Sie selbst hatte im US-Fernsehen gesagt: „Ich weiß, was ich getan habe. Ich weiß, was ich tun soll, was ich nicht tun darf, und ich habe diese Entscheidung trotzdem getroffen.“ (dpa/calü)

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