„Da die Fallzahlen wegen der hohen Ansteckungsrate der Delta-Variante weiterhin alarmierend ansteigen und mehr Menschen sich treffen, macht es keinen Sinn, die Beschränkungen in etwas mehr als zwei Wochen vollständig aufzuheben“, sagte Chaand Nagpaul von der British Medical Association dem Sender BBC am Samstag.
Die britische Regierung will nach derzeitigem Stand am 19. Juli die meisten verbleibenden Corona-Maßnahmen in England aufheben. So könnten dann Nachtclubs wieder öffnen und Menschen sich in unbegrenzt großen Gruppen treffen und feiern. Sogar die Aufhebung der Maskenpflicht steht zur Debatte.
Der Medizinerverband fordert, Masken in Innenräumen wie Geschäften oder Bahnen und Bussen weiterhin verpflichtend zu machen. Außerdem solle bessere Lüftungstechnik eingesetzt werden.
In der vergangenen Woche ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien um fast 75 Prozent gestiegen, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Die Inzidenz lag zuletzt bei 181. Die Zahl der Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle steigt dank der weit fortgeschrittenen Impfkampagne nicht im gleichen Maße an wie in vorherigen Corona-Wellen. In der vergangenen Woche war trotzdem in England ein deutlicher Anstieg bei den Corona-Fällen in Krankenhäusern zu sehen. (dpa)

Kommentare
Wo ist bloß der professionelle Journalismus geblieben?
Die dpa behauptet zum einen, dass „die Zahl der Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle DANK der weit fortgeschrittenen Impfkampagne nicht im gleichen Maße wie in vorherigen Corona-Wellen ansteige“.
Schauen wir uns zum x-ten Male die Zahlen an. Und siehe da, in Indien, dem Ursprungsland der Delta-Variante, befinden sich die Infektions- und Sterbezahlen seit einem Monat im freien Fall, und das ganz OHNE „erfolgreiche Impfkampagne“.
https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSel...
Zum anderen schreibt die dpa, statt Zahlen bzgl. Krankenhauseinweisungen in UK vorzulegen, von einem „deutlichen Anstieg“, was nun aber durchaus in Anbetracht der tatsächlichen Zahlen als Panikmache betrachtet werden kann.
https://ourworldindata.org/grapher/weekly-hospital-admissions-covid-per-...
Der Kommentator, der seit Beginn der Pandemie kaum einen GE-Artikel zum Thema ungenutzt lässt, die getroffenen Maßnahmen zu deren Bekämpfung zu kritisieren und nicht davor zurück schreckt, die fragwürdigsten Internetquellen zu verlinken, fordert professionellen Journalismus!
Woher nimmt Herr Schmitz seine Arroganz und seinen unstillbaren Drang es besser zu wissen, als Politiker, Journalisten, Virologen, Epidemiologen, Ärzte...?
Mit Blick auf den Omaha-Beach wächst meine Hochachtung vor Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens für eine gerechte Sache gekämpft haben.
Dies gilt auch für alle Menschen, die ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet haben.
Was hätte G. Schmitz wohl vor 77 Jahren den Alliierten vorgehalten, als Sie sich aufmachten, Europa von der Hitler-Diktatur zu befreien?
Wahrscheinlich hätte er General Eisenhower empfohlen nicht an den Stränden der Normandie zu landen, den Nazis zuzuschauen und ggf. ... Vitamin D in hohen Dosen zu sich zu nehmen.
Ein weit her geholter Vergleich?
Nein! Querulanten sind die Umstände egal, Hauptsache sie können "dagegen sein" und es besser wissen, als der Rest der Welt.
Der Schmitz-Intimus und Vivant-Vordenker Dr. Joseph Meyer bezeichnet
in dem einschlägigen ostbelgischen "Verschwörungsforum" die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung als... "größtes Verbrechen in der Menschheitsgeschichte" und findet... zahlreiche Unterstützer!
Beim Blick in die, die Straßen der Normandie säumenden Porträts der Soldaten, die am 6. Juni 1944 und danach an den Stränden und auf den Feldern der Normandie ihr Leben gelassen haben, ist die grenzenlose Meyersche Verblendung nichts anderes, als eine Verharmlosung der Greueltaten der Nazis und des Holocaustes. Aber dies kennt man ja mittlerweile von Vivant-Vertretern.
Wie wäre es, Sich einmal von den peinlichen und menschenverachtenden Handlungen und Äußerungen Ihrer Mitstreiter zu distanzieren, Herr Schmitz?
Das Gegenteil ist der Fall.
Sehr geehrter Herr Leonard,
Inwiefern ist ourworldindata.org eine „fragwürdige Quelle“? Und was ist falsch daran, wenn man „Politiker, Journalisten, Virologen, Epidemiologen, Ärzte...“ Zahlen ins Gedächtnis ruft, die ihren Thesen widersprechen?
Dann werfen Sie mir vor, „es besser zu wissen, als der Rest der Welt“. Ich frage Sie, wer ist denn aus Ihrer Sicht dieser „Rest der Welt“? Ich erinnere Sie daran, dass nicht nur Schweden, sondern auch knapp die Hälfte der US-Bundesstaaten, sowie andere Experten bereits seit längerer Zeit den Glauben an Lockdowns verloren haben. So schrieben Prof. Ioannidis und Kollegen bereits im Dezember 2020 Folgendes: „Doch selbst wenn es sie gibt, stehen diese Vorteile in keinem Verhältnis zu den zahlreichen Schäden, die diese aggressiven [Corona-] Maßnahmen mit sich bringen“ (“However, even if they exist, these benefits may not match the numerous harms of theses aggressive measures”).
Quelle: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/eci.13484.
Und dass Sie mir unterstellen, ich hätte den Alliierten vor 77 Jahren wohl empfohlen, den „Nazis zuzuschauen“, ist schlicht und ergreifend eine Verleumdung der übelsten Art.
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