Immer weniger Migranten in Auffanglagern auf den Ägäis-Inseln

<p>Ein Frau geht mit einem Kind auf dem Arm und einem anderen Kind an der Hand auf einem Weg im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Im September 2020 kam es durch Brandstiftung seitens mehrerer junger Migranten aus Afghanistan zu einem Großbrand, der das Lager und die Habe der Flüchtlinge fast vollständig zerstörte und 12.600 Menschen obdachlos machte.</p>
Ein Frau geht mit einem Kind auf dem Arm und einem anderen Kind an der Hand auf einem Weg im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Im September 2020 kam es durch Brandstiftung seitens mehrerer junger Migranten aus Afghanistan zu einem Großbrand, der das Lager und die Habe der Flüchtlinge fast vollständig zerstörte und 12.600 Menschen obdachlos machte. | Foto: dpa

Der Rückgang hat mehrere Gründe. Zum einen holte Athen in den vergangenen Monaten immer mehr Menschen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Asyl erhalten werden, von den Inseln aufs Festland. Zum anderen setzten verhältnismäßig wenig Menschen von der Türkei über. Darüber hinaus verschärfte Athen die Überwachung der Seegrenzen.

Proteste humanitärer Organisationen, Athen verfolge damit eine Taktik der illegalen Zurückweisung (Pushbacks), bestreitet die griechische Regierung. Man überwache die europäischen Grenzen, ohne Menschenrechte zu verletzen, hieß es.

Die meisten Migranten auf den Inseln leben noch im viel kritisierten Zeltlager von Mavrovouni (Kara Tepe) auf Lesbos. Zurzeit werden dort noch knapp 4,700 Menschen gezählt. Die Aufnahmekapazität liegt bei 8.000 Plätzen. Im Lager der Nachbarinsel Chios mit einer Kapazität von 1.000 Menschen leben noch 410 Migranten. Auch auf Samos verbessert sich die Lage (knapp 1400 Migranten). Die Lager auf Kos und Leros sind sogar fast leer. Dort leben noch rund 144 Menschen. (dpa/calü)

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