Wie die Nachrichtenagentur Belga am Sonntagmorgen meldet, ist durch die Gemeinde Beauraing ein „Mini-Tornado“ gezogen. Mindestens 17 Menschen sind in dem Wallfahrtsort infolge des Unwetters leicht verletzt worden. Ein Großteil der Betroffenen hat sich nach Belga-Angaben zu dem Zeitpunkt des Sturms auf einer Außenterrasse eines Cafés befunden. „Es war ein unglaublich starker Wind. Es wurden Häuser und Autos beschädigt und Bäume entwurzelt“, erklärte Bürgermeister Marc Lejeune der RTBF auf Nachfrage.
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Der Wetterexperte des flämischen Rundfunks (VRT), Frank Deboosere, schließt derweil aus, dass sich tatsächlich ein „Mini-Tornado“ gebildet hat. Stattdessen hält er es für wahrscheinlicher, dass ein sogenannter Fallwind die Gemeinde heimgesucht habe. „In diesem Fall sinkt zusammen mit dem schnell fallenden Niederschlag auch viel Luft schnell nach unten“, erläuterte Frank Deboosere. „In dem Moment, in dem die Luft mit hoher Geschwindigkeit auf den Boden trifft, wird sie über die Oberfläche gestreut und das verursacht eine Menge Schäden.“
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Auch in der Gemeinde Rochefort, die ebenfalls in der Provinz Namur liegt, hatte das Unwetter ein Dutzend Dächer abgedeckt – darunter auch das einer Kirche. In Saint-Servais, einem Vorort von Namur, schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein und löste einen Brand aus. Die alarmierte Feuerwehr konnte eine Ausweitung der Flammen noch rechtzeitig verhindern.
Auch in anderen Teilen der Wallonie hatten die Einsatzkräfte wegen des Gewitters und Starkregens alle Hände voll zu tun. Allein in der Provinz Hennegau mussten die Feuerwehren zu etwa 40 Unfallstellen ausrücken. Die heftigen Niederschläge ließen derweil auch in der Provinz Ostflandern mehrere Straßen überfluten und etliche Keller voll laufen.
Die Gefahr ist noch nicht gebahnt: Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) in Uccle erwartet, dass in der Nacht von Sonntag auf Montag erneut ein heftiges Gewitter über das Land ziehen wird. (belga/calü)

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