Man verstehe mich nicht falsch, mir geht es nicht um den Glauben an Gott, sondern um Religion und die Kirchen. Kardinal Lehmann hat einmal gesagt: „Ich glaube an Gott und nicht an die Kirche“. Was haben die Kirchen in der Vergangenheit nicht alles getan, was mit Glauben an Gott nicht mehr viel zu tun hat? Kreuzzüge, Ketzerverbrennungen, Dreißigjähriger Krieg usw. Auch in der heutigen Zeit ist nicht alles ohne Fehler und Irrtümer, nicht nur bei den Muslimen und den Juden, sondern auch bei den christlichen Kirchen. Früher war eben nicht alles besser. Noch vor einigen Jahrzehnten war Verhütung (außer Ogino Kraus) in der Katholischen Kirche verboten, nun ist es zum Glück nicht mehr der Fall. Also eine Verbesserung. Ein evangelischer Pfarrer hat mir vor einigen Jahren mal gesagt: Abtreibung ist „Mord“.
Heute gibt es Ausnahmen, wenn ein junges Mädchen vergewaltigt wurde oder das Leben der werdenden Mutter in akuter Gefahr ist. Langsam aber sicher predigen die Pfarrer der Jugend den liebenden Gott und nicht den zornigen Gott, der nur darauf aus ist zu bestrafen. Wir müssen gemeinsam was daran tun, um den jungen Menschen den Glauben an Gott wieder schmackhaft zu machen. Früher war eben nicht alles besser, aber heute gibt es wieder Hoffnung, auch für Religion und Glauben an Gott. Was mich sehr erfreut, ist die Initiative eines Pfarrers, eines Rabbi und eines Imam, die in Berlin ein gemeinsames Gotteshaus bauen wollen. Es gibt nämlich nur den einen Gott für uns alle. Und wenn das bei allen Menschen angekommen ist, wird es wenigsten zwischen den an Gott Glaubenden Frieden geben. Das hofft...
Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren