Rafal Nadal fühlt sich in Paris nicht unbesiegbar

<p>Rafal Nadal hat in Paris schon 13 Mal gewonnen.</p>
Rafal Nadal hat in Paris schon 13 Mal gewonnen. | Foto: isopix

So ungewöhnlich eine Statue für einen aktiven Sportler auch ist - Nadals Erfolgsgeschichte bei den French Open ist dies eben auch. Und doch wittern die Konkurrenten in diesem Jahr die Chance, am Denkmal des Spaniers zu kratzen.

„Niemand ist unbesiegbar, nirgendwo“, sagte der 34 Jahre alte Tennisstar im Interviewganz bescheiden – doch wenn einer der Unbesiegbarkeit nahe kommt, ist das Nadal in Paris. Unglaubliche 13 Titel hat er hier schon gewonnen, 100 Siegen stehen nur zwei Niederlagen gegenüber. Die Frage nach dem Topfavoriten ist auch bei der am Sonntag beginnenden Ausgabe leicht zu beantworten - oder doch nicht?

Weil Nadal „nur“ zwei Titel (Barcelona, Rom) auf seinem Lieblingsbelag im Vorfeld der French Open sammelte und in Monte Carlo und Madrid schon im Viertelfinale scheiterte, wachsen zumindest Zweifel an seiner Dominanz. „Das kennt man so von Nadal nicht“, sagte Eurosport-Experte Boris Becker.

„Nadal wird Anfang Juni 35 und es gibt kein Turnier, das körperlich anstrengender ist als Roland Garros“, sagte der dreimalige Wimbledonchampion weiter: „Vielleicht sind das die ersten Zeichen der Zeit, dass er hintenraus einen Schritt langsamer oder früher müde wird.“

An Motivation dürfte es Nadal freilich nicht fehlen - hat er doch in Paris (wieder einmal) die Gelegenheit, Historisches zu schaffen. Sein 14. Triumph am Bois de Boulogne wäre gleichbedeutend mit dem insgesamt 21. Grand-Slam-Sieg, damit würde er zum alleinigen Rekordhalter vor Roger Federer (39) aufsteigen. Der Schweizer Superstar gibt zwar in Paris nach langer Verletzungspause sein Major-Comeback - aber schon der Einzug in die zweite Turnierwoche wäre als Erfolg zu werten. (sid/jph)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment