Für sie bedeutete dies die Gelegenheit, deutschsprachige Unternehmen zu besuchen, die sich zum Teil bereits in der Nähe des Flughafens angesiedelt, sich auf den Export ihres Know-hows spezialisiert und die Verbindungen zum Airport aufgebaut haben.
„Viele in Ostbelgien ansässige Unternehmen arbeiten bereits mit dem Trilogiport zusammen, dem größten Binnenhafen Belgiens. Durch die Stärkung der Verbindungen zum Flughafen Lüttich können sie ihr Netzwerk auf bedeutende Ziele auf der ganzen Welt erweitern. Im vergangenen Jahr wurden 1,2 Millionen Tonnen transportiert, und das Ziel für 2040 liegt bei 2,5 Millionen Tonnen. Es gibt viele Möglichkeiten, und wir müssen sicherstellen, dass dieses Tool für unsere Unternehmen zugänglich ist, damit sie mehr exportieren und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen können“, kommentiert die ostbelgische Regionalabgeordnete in diesem Zusammenhang.
An diesem Freitag werde sie ein ostbelgisches Unternehmen am Trilogiport besuchen, kündigte Christine Mauel an. Unternehmen aus Ostbelgien könnten auch zum ökologischen Fortschritt des Flughafens Lüttich beitragen. Dieser habe sich zum „Airport Carbon Accreditation“- System verpflichtet, das die Treibhausgasemissionen auf dem Gelände identifizieren, begrenzen und neutralisieren möchte.
Zurzeit sei der Regionalflughafen in Bierset auf Stufe 2 akkreditiert, was darauf hinweise, dass seine jährlichen CO2-Emissionen ständig sinken, so Christine Mauel: „Dies ist ein Fortschritt, den ich natürlich begrüße, und wir müssen sicherstellen, dass der Flughafen den Weg zur CO2-Neutralität schafft und die allgemeine Entwicklung des Luftverkehrssektors in Richtung dieses großen Ziels gefördert und unterstützt wird. Auch hier verfügen unsere hiesigen Unternehmen über ausreichend Know-how, um zu diesem Ziel beizutragen.“ Die Regionalabgeordnete ging in der Mitteilung auch auf die aktuellen Diskussionen rund um die Erneuerung der Umweltgenehmigung des Regionalflughafens ein. Derzeit laufe eine Folgenabschätzung: „Ich kann verstehen, dass ein solches Projekt Gegner haben könnte, insbesondere in einer Welt, die morgen sauberer und umweltfreundlicher sein muss.
Die Blockierung dieses Projekts würde das Problem jedoch nur verschieben, da interessierte Unternehmen und Fluggesellschaften in die Nachbarländer ziehen werden. Gerade durch die Übernahme unserer Verantwortung können wir Lärm und Umweltverschmutzung reduzieren, indem wir direkt mit dem Flughafen und den betroffenen Unternehmen zusammenarbeiten“, denkt sie.
Ein Ende des Ausbaus des Flughafens wäre bedauerlich, zumal dieser von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen Covid-19 anerkannt und zum besten Fracht-Flughafen der Welt für das Jahr 2020 gekürt worden sei. „Erst diese Woche starteten humanitäre Flüge von Lüttich nach Delhi, um indische Krankenhäuser mit Sauerstoffflaschen zu versorgen“, gibt die PFF-Politikerin ein Beispiel. (red/sc)

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