Kommunikation in Krisenzeiten: Forscher entwickeln Strategie, die Informationen für Jedermann zugänglich macht

<p>Premierminister Alexander De Croo während einer Pressekonferenz.</p>
Premierminister Alexander De Croo während einer Pressekonferenz. | Foto: belga

Das Forschungsprojekt wird von der Universität Antwerpen, der Uni Neu-Löwen, der KU Löwen, der Thomas More Hochschule, dem Nationalen Krisenzentrum und dem Atlas Integration Antwerpen koordiniert.

„Es ist nicht möglich, alle Gruppen auf die gleiche Weise zu erreichen, und die aktuelle Kommunikation ist nicht für alle in gleicher Weise zugänglich“, erklärt Projektleiterin Prof. Mieke Vandenbroucke (UAntwerpen). Beispielsweise verfolge nicht jeder die Pressekonferenz nach einem Konzertierungsausschuss. „Denken Sie an Menschen, die eine andere Sprache sprechen, die seh- oder hörbehindert sind oder an Menschen mit geringen Lese- und Schreibkenntnissen. Für sie ist es schwierig, die Pressekonferenzen zu verfolgen oder auf einer Website zu navigieren, um alle getroffenen Maßnahmen leicht zu finden. Deshalb ist es wichtig, alle Informationen in einer zugänglichen Sprache und Form über geeignete Verteilungskanäle zur Verfügung zu stellen, damit jeder Zugang dazu hat“, fügt sie hinzu.

Aus diesem Grund werde eine neue Kommunikationsstrategie entwickelt, die die (multi-)sprachliche und kulturelle Vielfalt sowie das Lese- und Schreibniveau der belgischen Bevölkerung berücksichtigt. „Auf diese Weise können wir Ungleichheiten beim Zugang zu Informationen und Probleme beim Verständnis derselben bekämpfen und alle Menschen erreichen“, betont Prof. Isabelle Aujoulat von der Uni Neu-Löwen.

Die Forscher denken dabei insbesondere an Kommunikation, die visuelle Sprache und Übersetzungen verwendet und auch für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen zugänglich ist, und die sowohl auf traditionelle als auch auf neue Medien setzt. „Wir wissen, dass soziale Medien und andere digitale Kanäle wie WhatsApp wichtige Kanäle für die Kommunikation mit fremdsprachigen Bürgern sind. Aber auch traditionelle Kommunikationsprodukte wie (mehrsprachige) Prospekte oder Flyer sind wichtig“, sagt Heleen Van Opstal (Atlas Integration und Einbürgerung Antwerpen). (belga/sue)

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