Als die Brügger Mannschaft in der Nacht aus Brüssel nach Brügge zurückkehrte, wurde sie von zahlreichen Fans empfangen. Schnell entstand eine „Meisterfeier“, bei der auch die Spieler zum Mikrofon griffen. Als Noa Lang – über die gesamte Saison einer der überragenden Spieler von Brügge – an der Reihe war, schallte „Liever dood dan Sporting-jood“ durch die Nacht. Frei übersetzt: „Lieber tot als ein Sporting-Jude“. Gemeint waren die Fans des RSC Anderlecht, die in der Vergangenheit schon häufiger – vor allem aus Brügge – als „Juden“ verspottet wurden. Gleiches mussten in den Niederlanden auch die Fans von Ajax Amsterdam, Ex-Verein von Lang, über sich ergehen lassen.
Das entsprechende Video vom Donnerstagabend ging unter anderem bei „Twitter“ viral. So ließ auch Kritik nicht lange auf sich warten. Georges-Louis Buchez (MR) fordert Sanktionen durch Club Brügge und den Fußballverband: „Den ´Erzfeind´ mit Juden zu assoziieren. Betrunken oder nicht. Als Präsident eines Fußballvereins würde ich das niemals akzeptieren. Ich erwarte eine Erklärung und eine Entschuldigung von Noa Lang.“

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