In der Tabelle liegt Eupen nur zwei Spieltage vor dem Ende der klassischen Phase der Meisterschaft vier Punkte hinter den Top 8.
Am kommenden Freitagabend wartet die nächste schwere Aufgabe auf die AS Eupen: Im eigenen Stadion treffen die Ostbelgier auf Standard Lüttich, das ebenfalls noch um einen Platz in den Top 8 kämpft. Für Eupen bietet sich zudem die Möglichkeit, sich für die Niederlage im Halbfinale des Landespokals zu revanchieren.
Zulte Waregem 2:1 AS Eupen
Bei der AS Eupen rückte Kapitän Jordi Amat nach abgesessener Sperre (für Heris) wieder in die Startelf, in der auch Théo Defourny blieb. Cheftrainer San José entschied sich somit gegen eine Chance für Robin Himmelmann. Auch der am Freitag noch angeschlagene Knowledge Musona spielte von Beginn an.

In Waregem, wo die AS Eupen als Erstligist noch nie gewinnen konnte, zeigten die Gäste eine gute erste Halbzeit. Um ein Haar hätten die „Pandas“ allerdings einen Fehlstart erwischt: In der 7. Minute traf Bruno nach Vorarbeit von Ex-AS-Spieler Dompé zum vermeintlichen 1:0. Weil Dompé aber im Abseits stand, zählt der Treffer nicht.
Eupen spielte eine gute erste Halbzeit – Bostyn verhinderte eine deutlichere Führung.
Nach dem ersten „Schock“ übernahm Eupen mit 61 Prozent Ballbesitz (und 82 Prozent angekommenen Pässen) die Kontrolle über die Partie. In der 22. Minute traf Stef Peeters per abgefälschtem Freistoß zum 1:0 für die AS Eupen. Die Führung war nicht unverdient, zumal zuvor unter anderem der enorm auffällige N´Dri für Gefahr gesorgt hatte.

Nach dem 0:1 spielte Eupen nach vorne, während Zulte Waregem vor allem in der Defensive nicht sicher wirkte: In der 25. Minute verpasste Jordi Amat das 0:2 nur knapp. Der Innenverteidiger kam nach einem langen Freistoß von Peeters an den Ball, scheiterte aber an Bostyn.
Dass es nach angenehmen 45 Minuten „nur“ 1:0 für Eupen stand, lag ohnehin nur am Torwart der Gastgeber. Bostyn gewann Duelle gegen Ngoy (31.), Musona (32.) und Smail Prevljak, der drei Minuten gut von Ngoy in Szene gesetzt wurde. Auf der Gegenseite musste AS-Torwart Defourny nur ein Mal wirklich eingreifen: In der 33. Minute zog Bruno nach einem Fehler von Kayembe direkt ab. Ansonsten wurde Zulte Waregem in der 30. Minute gefährlich, als Vossen eine Hereingabe von Dompé nur knapp verfehlte. Chancen hatte bis zur Pause sowohl Zulte Waregem als auch die AS Eupen, wenngleich die Gäste doppelt so oft auf das Tor schossen. Einen zweiten Treffer gab es (vorerst) aber nicht.

Nach der Pause übernahm zunächst Zulte Waregem die Kontrolle über die Partie. Defourny musste erste Chancen der Gastgeber klären. Eupen zeigte sich in der 57. Minute, als Prevljak den Ball im Zentrum nicht kontrollieren konnte. Wenig später musste Defourny einen wuchtigen Schuss von Vossen parieren. Jedenfalls waren auch die zweiten 45 Minuten unterhaltsam.

Der Ausgleich lag in der Luft, nach genau einer Stunde fiel er: Pletinckx traf zum 1:1, nachdem Agbadou eine Flanke von Dompé direkt in seine Füße geköpft hatte. Nur zwei Minuten später verhinderte der bärenstarke Bostyn die erneute Führung der AS Eupen, als N´Dri vor seinem Tor auftauchte. Im weiteren Verlauf der zweiten 45 Minuten sank der Ballbesitz der AS Eupen von über 60 auf 47 Prozent.

Eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie wechselte Eupen doppelt: Poulain und Baby kamen für Ngoy und Musona. In der 80. Minute sah Agbadou nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Eupen beendet die Partie also in Unterzahl – und verspielte seine Führung wie schon im Hinspiel: In der 82. Minute kam Laurens De Bock nach einem Eckball vollkommen freistehend an den Ball. Per Direktabnahme traf er unhaltbar zum 2:1. Eupen konnte nicht mehr reagieren.
Namen & Fakten
AS Eupen: Defourny - Adriano (82. Beck), Miangue, Amat, Agbadou - Musona (74. Baby), Peeters, Kayembe, N´Dri - Ngoy (74. Poulain), Prevljak
Tore: 0:1 Peeters (22.), 1:1 Pletinckx (60.), 2:1 De Bock (82.)

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