Erster Quali-Auswärtssieg für Luxemburg seit 2008

<p>Gerson Rodrigues (rechts) schrieb am Samstag luxemburgische Fußballgeschichte.</p>
Gerson Rodrigues (rechts) schrieb am Samstag luxemburgische Fußballgeschichte. | Foto: Photo News

Überhaupt hatten die Kicker des Großherzogtums in 124 Auswärtsspielen in Quali-Partien nur dreimal (zehn Unentschieden und 111 Niederlagen) gewonnen, zuletzt waren die Luxemburger in 28 Auswärtsbegegnungen sieglos geblieben. Das Tor des Tages in Dublin ging auf das Konto des in Portugal geborenen Gerson Rodrigues (85.).

Für die Iren war es das erste Mal seit 1969, dass sie eine WM-Qualifikation mit zwei Niederlagen starteten. Am vergangenen Mittwoch hatten sie 2:3 in Serbien verloren. Teammanager Stephen Kenny (49) wartet damit seit zehn Spielen auf seinen ersten Sieg mit den Kickern von der Grünen Insel. Im April vergangenen Jahres hatte er Mick McCarthy als irischen Coach beerbt.

Die niederländische Fußball-Nationalmannschaft hat derweil in der WM-Qualifikation im zweiten Spiel ihren ersten Sieg gefeiert. Drei Tage nach dem Fehlstart mit dem 2:4 gegen die Türkei mühte sich das drückend überlegene Team von Bondscoach Frank de Boer am Samstagabend zu einem 2:0 (1:0) gegen Außenseiter Lettland.

Die Treffer für Oranje erzielten Steven Berghuis (32. Minute) und Luuk de Jong (69.). Am kommenden Dienstag folgt die Partie bei Außenseiter Gibraltar. Als erste Schiedsrichterin überhaupt leitete die Französin Stéphanie Frappart in Amsterdam ein WM-Qualifikationsspiel der Männer.

Bereits ihren zweiten klaren Sieg feierte die türkische Auswahl. Nach dem 4:2 gegen die Holländer setzte sich die Mannschaft mit 3:0 (2:0) gegen Auftaktsieger Norwegen durch und verdrängte die Skandinavier von der Spitze der Quali-Gruppe G. In Malaga trafen für die Türken Ozan Tufan (4.), Caglar Söyüncü (28.) und Ozan Tufan (59.). Auch die Bundesliga-Stürmer Erling Haaland (Dortmund) und Alexander Sörloth (Leipzig) gingen leer aus.

Vor beiden Partien wiesen die Spieler mit klaren optischen Botschaften auf die mögliche politische Kraft des Fußballs hin. „Football Supports Change“ („Fußball unterstützt Wandel“) stand auf den schwarzen T-Shirts, die die Niederländer bis kurz vor dem Anpfiff trugen. Die Norweger machten vor ihrer Partie mit einer erneuten Aktion auf die Menschenrechtslage beim WM-Gastgeber Katar aufmerksam und ermunterten mögliche Nachahmer.

Europameister Portugal verspielte in Belgrad einen 2:0-Vorsprung und damit den möglichen Sieg gegen Serbien. Die Auswahl um Superstar Cristiano Ronaldo musste sich im Duell der Gruppe-A-Auftaktgewinner mit einem 2:2 (2:0) zufrieden geben. Diogo Jota vom FC Liverpool hatte die Gäste per Kopfball-Doppelpack in Führung gebracht (11./36.). Aleksandar Mitrovic glückte unmittelbar nach der Pause der Anschluss (46.), Filip Kostic (60.) rettete den anstürmenden Serben immerhin noch einen Punkt. Einem Treffer von Ronaldo in den hektischen Schlusssekunden verweigerte der Referee die Anerkennung.

Drei Tage nach dem 0:1 in Slowenien machte Vizeweltmeister Kroatien den erhofften Pflichtsieg perfekt: Beim 1:0 (1:0) gegen Zypern in Rijeka traf Mario Pasalic in der 40. Minute. (sid/dpa/jph)

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