Vorab zur Klarstellung: ich liebe Lüttich und die Lütticher, nur den Provinzapparat mag ich überhaupt nicht. Meinen ersten Leserbrief zum Thema Provinz schrieb ich mit 17 Jahren. Das ist nun 47 Jahre her und nie hätte ich gedacht, dass der Dino auch in 2021 für uns deutschsprachige Belgier immer noch ein ständiges Ärgernis ist. Hoffen wir, dass die Provinz genau wie Corona schon bald für immer der Vergangenheit angehört.
Die Tatsache, dass man es in Lüttich nicht für nötig hielt, das aktuelle Förderprogramm zugunsten der Sportvereine im Vorfeld mit der zuständigen DG abzusprechen, ist schlicht inakzeptabel. Dennoch bin ich mir sicher: Es war keine Absicht, sondern nur welsche Schludrigkeit und Ignoranz. Von Ministerin Weykmans (PFF) war im Parlament zu vernehmen, die Provinz habe für die Übersetzung der Mitteilung und des Antragformulars allen Ernstes um Amtshilfe gebeten.
Die vier Seiten hätte man zur Not wohl auch in Lüttich selbst und mit einem automatischen Programm übersetzen können. Ganz bestimmt bedurfte es dafür nicht erst der Intervention von Provinzialrat J. Schrobiltgen (CSP). Damit befindet die Provinz sich einmal mehr in bester Gesellschaft mit der Wallonischen Region: Auch für die kürzliche Bürgerbefragung „Get up Wallonia“ sollten ein paar Infos übersetzt werden. Die Interventionen der Abgeordneten A. Kelleter (Ecolo) und C. Mauel (MR) waren dem GrenzEcho sogar zwei Beiträge wert. Resultat: Der deutsche Text wurde im Netz nie veröffentlicht. Sehr schade, dass die deutsche Sprache in Lüttich und in Namur auch weiterhin so gering geschätzt wird.
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