Der „Quarantini“ ist derzeit in aller Munde. Nicht als eigenständiger Drink – im Netz wird fleißig über die perfekte Rezeptur gestritten –, sondern als kleines Phänomen. Ob auf Abstand im eigenen Garten oder beim virtuellen Treffen vor dem Bildschirm: Er wird überall dort geschlürft, wo sich die Gelegenheit bietet – auch in Ostbelgien. In der Bar „Zuhause“ gilt beim Mixen des „Signature Drinks“ der Krise der Grundsatz von der Not, die bekanntlich erfinderisch macht. Und so darf der Macher sich beim Zusammenstellen des „Quarantinis“ ebenso kreativ austoben wie der Wortwitzexperte bei der Namensgebung. Alkohol ist nicht zwingend erforderlich, aber er hilft natürlich. Am besten serviert wird der „Quarantini“ gut gekühlt und mit einem ordentlichen Schuss Leichtigkeit.
Wer auf „etwas Frisches, etwas Sommerliches“ Durst hat, sollte den GrenzEcho-„Quarantini“ probieren. Kreiert hat den Krisen-Cocktail die Eupenerin Zoé Heins, und die weiß, worauf es beim Cocktailmixen ankommt. Die 29-Jährige, die zurzeit in der Kölner Bar „Ona Mor“ arbeitet, hat nämlich schon „so einige Cocktails auf dem Buckel“. Mit ihrem „(Don’t mess with the) storm witch“ hat die Eupenerin vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft der Bartender sogar schon auf internationalem Parkett gemixt. „Ich habe zwischen 200 und 300 verschiedene Rezepte in meinem Kopf“, sagt die „Mixologin“ mit ostbelgischen Wurzeln. Und mit dem GrenzEcho-„Quarantini“ ist nun noch eines hinzugekommen.
Bei der Schöpfung ihres neuen Erfrischungsgetränkes hat sich die Expertin von ihrer Heimat inspirieren lassen. „Da kam mir sofort Bier in den Sinn.“ Moment mal, Bier in einem Cocktail? Und das soll schmecken? „Na klar“, sagt Zoé Heins. „Genau wie beim Kochen sind auch beim Cocktailmixen der Kreativität absolut keine Grenzen gesetzt.“ In ihren „Quarantini“ kommt aber nicht irgendein Gerstensaft, sondern einer, „den man gerne trinkt, sobald die Sonne rauskommt“. Gemeint ist das spritzige Hoegaarden Blanche. „Es ist leicht und harmoniert perfekt mit den anderen Zutaten.“ Zum 4,9 prozentigen Weißbier gesellen sich in das Cocktailglas noch frische Himbeeren, etwas Thymian, frischer Zitronensaft, Zuckersirup sowie Gin – „am besten eignet sich London Dry Gin, da er im Vergleich zu anderen Gins nicht so viel Zucker enthält.“ Der GrenzEcho-„Quarantini“ lässt sich laut Zoé Heins „super leicht zu Hause nachmachen und ist im Handumdrehen im Glas“. In diesem Sinne, Stößchen und ein Hoch auf das weltweit praktizierte Home-Office.
Der Text wird unter dem Video fortgesetzt.
Das Rezept für den GrenzEcho-„Quarantini“
Die Zutaten (für einen Cocktail):
- 5 bis 6 frische Himbeeren
- 3 Zweige Thymian
- 5 cl London Dry Gin
- 3 cl frischer Zitronensaft
- 2 cl Zuckersirup Fill
- Ein paar Einswürfel
- Eine Flasche Hoegaarden Blanche
Die Zubereitung:
Die Himbeeren und den Thymian in einem Shaker stoßen. Wer keinen hat, kann auch beispielsweise eine Frischhaltebox nehmen. „Zum Shaken braucht man kein professionelles Werkzeug. Ich würde sogar behaupten, dass man in fast allem shaken kann“, sagt Zoé Heins. Sobald die Fürchte und Kräuter zerdrückt sind, kommen alle anderen Zutaten hinzu – außer dem Bier. Dann kräftig mit Eiswürfeln schütteln. Den Mix anschließend mit einem Teesieb in ein mit Eiswürfel gefülltes Longdrinkglas abseihen. Zu guter Letzt das Glas mit Hoegaarden auffüllen. Et volià, fertig ist der hippe Tropfen.

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