Als Auslöser der Tragödie gilt eine Hochzeitsfeier Ende Februar, an der 30 Menschen in der Kirche sowie über 200 Gäste vor der Kirche teilgenommen hatten - Augenzeugenberichten zufolge allesamt ohne Maske. Man habe die Türen abschließen müssen um zu verhindern, dass sich nicht noch mehr Menschen in das Gotteshaus drängten, und sei dafür auch noch beschimpft worden, gab der Priester anschließend Journalisten gegenüber zu Protokoll.
Die Weigerung der Einwohner Malesinas, im Alltag Masken zu tragen und Abstand zu halten, habe ein Übriges getan, heißt es. Zudem öffneten etliche Cafés und Bars trotz Verbots und lockten Hunderte Gäste, die allabendlich gemeinsam im Fernsehen Fußballspiele verfolgten. Am 3. März wurde dann der erste Corona-Tote beklagt, nun sind es bereits 13 Opfer aller Altersgruppen in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. In Krankenhäusern umliegender Städte werden Dutzende infizierte Bürger Malesinas versorgt.
Dass Gesundheitsminister Vassilis Kikilias dem Ort Anfang März einen vollständigen Lockdown mit starken Polizeikontrollen verordnete, konnte die Ausbreitung des Virus nicht mehr bremsen. Es herrsche nun ein Klima der Angst und man rechne mit weiteren Opfern, sagte am Montag Malesinas Bürgermeister Thanassis Zekentes. Nicht nur die Hochzeit sei daran schuld. Die Bürger hätten sich insgesamt nicht an die Maßnahmen gehalten. „Das ist, was passiert, wenn in einer kleinen Gemeinschaft die Verweigerer in der Mehrheit sind“, bilanzierte er. (dpa/tf)

Kommentare
Die hiesigen Verweigerer von “Ostbelgien steht auf” werden “Argumente” finden, warum dies bei uns nicht möglich ist, schließlich gibt es keine Pandemie, keine Erkrankten, keine Toten und AHA-Regeln und Kontaktbeschränkungen sind wirkungslos.
Wahrscheinlich sind die Vorgänge in dem griechischen Dorf auch nur eine Inszenierung. Was sonst?
Sehr geehrter Herr Leonard,
Als ich die Schlagzeile las, dachte ich mir, dass der Artikel von der dpa stammen könnte. Dass eine Kleinstadt innerhalb „weniger“ Wochen 13 Tote zu beklagen hat, ist natürlich traurig.
Dass aber dann Vermutungen seitens der dpa gleichsam wissenschaftlichen Erkenntnissen propagiert werden, insbesondere dann, wenn es der Corona-Fraktion in den Kramp passt, ist mittlerweile typisch für die Mainstream-Medien.
Man erkennt diesen unseriösen Journalismus bereits an folgenden schwammigen Aussagen:
„Die Weigerung der Einwohner Malesinas, im Alltag Masken zu tragen und Abstand zu halten, habe ein Übriges getan, HEISST es. “
„Als Auslöser der Tragödie GILT eine Hochzeitsfeier“
Ich habe versucht, genauere Info’s über Malesinas zu finden, z.B. wie alt die Verstorbenen waren, hatten sie Vorerkrankungen, gibt es in Malesinas ein Altenheim, etc. Ich hab’s aufgegeben, vielleicht wissen Sie ja genaueres.
Der Herr Schmitz reitet mal wieder eine seiner üblichen Attacken gegen die „Mainstreammedien“ im Allgemeinen und dpa im Besonderen.
Nun ist dpa keine wissenschaftliche Institution, die die Aufgabe hätte, Ursprung und Verlauf des Corona-Ausbruchs in dieser griechischen Kleinstadt zu untersuchen.
Nein, dpa berichtet über das, was dort geschehen ist und wie die Lage vor Ort gesehen wird. Der ganze Artikel ist durchweg in der indirekten Rede geschrieben und bringt mehrere wörtliche Zitate. Eine überall übliche Art der Berichterstattung, nur Herr Schmitz wittert da Unrat.
Die wenigsten von uns wären wohl in der Lage, die „örtlichen Medien“ oder die Aussagen von Gesundheitsminister Vassilis Kikilias und Bürgermeister Thanassis Zekentes im Original zu lesen und zu bewerten, aber selbst wenn, was würde das bringen? Herr Schmitz würde auch ihnen völlige Unwissenschaftlichkeit vorwerfen.
Seine Frage "wie alt die Verstorbenen waren" wird im Artikel beantwortet: "aller Altersgruppen". und "In Krankenhäusern umliegender Städte werden Dutzende infizierte Bürger Malesinas versorgt."
Was will Herr Schmitz eigentlich mit solcher Kritik? Wie würde denn sein Artikel über Malesina nun aussehen, sozusagen als „Gegenpol“ zu den „Mainstreammedien“ dpa und GE? Aber er hat es "aufgegeben". Kritisieren ist ja auch so viel einfacher.
Zur allgemeinen Lage dort: Wenn man die Maßnahmen in Griechenland mit denen hier vergleicht, haben die meisten von uns eigentlich wenig Grund zu klagen.
Seit Anfang Februar bis vorerst Ende dieses Monats ist z.B. der Großraum Athen (4 Millionen Einwohner, ein Drittel der Bevölkerung) in einem strikten Lockdown: fast alles geschlossen, Ausgehverbot auch tagsüber nur mit Ausnahmen, Reiseverbot sowieso…
Dazu Näheres unter „Beschränkungen im Land“: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/griechenland-no...
Aber die dortigen Politiker sind sicher auch von allen guten Geistern verlassen…
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