Belgien hat ein Austauschabkommen über DNA-Daten mit 22 europäischen Ländern geschlossen. Nach Angaben des Justizministeriums konnten seit Inkrafttreten des Abkommens 7.744 Kriminelle aufgrund von Daten aus einem anderen Land identifiziert werden. Demnach ist Frankreich (2.565 identifizierte Personen) das Land, das am häufigsten zur Aufklärung von Kriminalfällen in Belgien beitrug, gefolgt von den Niederlanden (1.745) und Deutschland (1.670).
„Jeden Monat haben wir Dank des Datenaustauschs 440 zusätzliche Treffer, auch Matches genannt“, erklärt die Sprecherin des Justizministers. Eine Übereinstimmung führe zwar nicht zwingend zur Identifizierung eines Täters, aber sie ermöglicht das Voranschreiten der Ermittlungen.
In fast sieben Jahren wurden so 40.914 Übereinstimmungen erzielt. Für Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) haben „die erzielten Ergebnisse es ermöglicht, viele Kriminalfälle aufzuklären, Fortschritte bei den Ermittlungen zu erzielen, Verbindungen zwischen verschiedenen Fällen herzustellen und zumindest wichtige Ermittlungen neu aufzurollen. In einigen Fällen haben sie auch zur Entlastung von Verdächtigen geführt.“ (belga/sue)

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