Obama: Trumps Bedeutung wird überschätzt

<p>Barack Obama stand dem ZDF Rede und Antwort.</p>
Barack Obama stand dem ZDF Rede und Antwort. | Foto: dpa

So habe Trump etwa nicht wie angekündigt den von den Demokraten eingeführten besseren Zugang zu einer Krankenversicherung zerstören können. Und auch in der Klimaschutzpolitik könne die neue Regierung unter Joe Biden schnell an den früheren Kurs anknüpfen und etwa wieder dem Klimaabkommen von Paris beitreten.

Zur Stärke des von Trump angeführten konservativen Lagers und seiner Wirkungsmacht sagte Obama, Trump sei letzten Endes nicht wiedergewählt worden - im Gegensatz zu ihm selbst im Jahr 2012.

Trumps Wahlsieg 2016 habe seine Ursache einerseits in teils jahrhundertealten gesellschaftlichen Konflikten in den USA, aber auch in der Finanzkrise 2008/09, sagte Obama. Die damaligen wirtschaftlichen Verwerfungen hätten Instabilität und Sorgen befördert. Viele Menschen hätten Angst bekommen, es könne für sie persönlich Rückschläge geben.

In dieser Situation sei es sehr oft so, dass die Politik sich auf starke Männer, auf Macht verlasse. Dazu seien rechtsorientierte soziale Medien gekommen, in Kombination mit Fernsehsendern wie Fox News. Diese fütterten Menschen mit Informationen „völlig losgelöst von der Wirklichkeit“, kritisierte er. „Wenn man Menschen mit Lügen, Verzerrungen, Verschwörungstheorien füttert, und wenn Politiker das auszunutzen versuchen um ihres Vorteils willen - dann kann mit der Zeit das soziale Vertrauen wegbrechen und das Ganze kann in Tragödien münden. So wie die, die wir hier im Kapitol gesehen haben.“

Am 6. Januar hatte ein Mob aus Hunderten Trump-Anhängern in einer beispiellosen Gewalteskalation das Kapitol in der US-Hauptstadt gestürmt, nachdem Trump sie bei einer Großkundgebung angestachelt hatte. Es gab mehrere Todesopfer. (dpa/calü)

Kommentare

  • Obama, der nach nur 1 Monat im Amt, den Friedens-Nobelpreis für sein künftiges Bombardieren von 8 Ländern und noch viel mehr Elend, sollte doch endlich mal inne halten... Aber da auch BLM für den Nobel nominiert werden soll (sie sind ja so friedlich, wie wir im letzten Jahr feststellen konnten) versteht sich von selber, daß die Kehre der Werte heute die 180° erreicht hat. Yes, they can!

  • Interessant, aber eine kleine Berichtigung: Obama war 9 Monate im Amt, als er den Preis erhielt.
    Es stimmt aber, dass Obama ihn sozusagen als Vorschusslorbeeren erhalten hat, denen er aber nicht gerecht werden konnte.

    Allerdings wurde dieser Preis auch anderen Politikern verliehen, deren Nominierung zumindest umstritten war:: Theodore Roosevelt (Knüppelpolitic), Jassir Arafat (Terror), Gorbatschow (Litauen 1991).

    Auch Willy Brandt diesen Preis erhielt. Ebenfalls zu Unrecht?

    "BLM" vorgeschlagen? Absurd, wenn man bedenkt, wie die Schwarzen in den USA seit Jahrhunderten die weiße Bevölkerungsmehrheit unterdrücken, diskriminieren und verachten.
    Besonders die Polizisten erleben immer wieder, dass sie brutal angegriffen oder hinterrücks erschossen werden.

    Wer hat nicht schon mal von Emmett Till gehort? Das war dieser weiße 14-Jâhrige, der 1955 vom schwarzen Mob gelyncht wurde, weil er angeblich einer schwarzen Frau hinterhergepfiffen oder sie "begrapscht" haben soll, wie später behauptet wurde.
    https://www.spiegel.de/geschichte/emmett-till-gelyncht-mit-14-jahren-us-...

    Verstärker von "BLM", einer Bewegung, die schon seit 2013 besteht, war doch dieser feige Mord an dem wehrlosen, auf dem Boden liegenden Weißen George Floyd durch einen schwarzen Polizisten, den wir alle sozusagen in der ersten Reihe am Fernsehen mitverfolgen konnten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Lives_Matter (Wikipedia! Horresco referens!)

    Moment! War das alles nicht doch eher umgekehrt?

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