„Das Weihnachtsfest wird dieses Jahr anders sein“, heißt es in dem Schreiben. „Das Coronavirus zwingt uns dazu. Wir fühlen uns allen Familien sehr nahe, besonders denen, die im vergangenen Jahr ein Familienmitglied oder einen Freund infolge der Coronakrise verloren haben. Dieser Verlust wird sich in den kommenden Wochen besonders schmerzhaft anfühlen“, fahren die Kirchenvertreter fort: „Doch die Weihnachtskrippe bleibt. Alle bekannten Personen sind wieder da. Und die Weihnachtsbotschaft erklingt erneut: Gott ist uns in seiner Menschlichkeit nahe, Jesus kommt, um unsere menschliche Existenz zu teilen, der Heilige Geist führt uns aus Angst und Unsicherheit heraus und fordert uns auf, mit den Ärmsten solidarisch zu sein.“
Kardinal und Bischöfe wünschen allen Gläubigen „für die kommenden Weihnachtstage eine herzliche Verbundenheit untereinander und mit Gott. Weihnachten: Das ist Freude im Himmel und Frieden auf Erden.“
Die komplette Weihnachtsbotschaft (in deutscher Sprache) kann im Internet unter www.cathobel.be und www.kerknet.be aufgerufen werden. Zudem wird eine aufgezeichnete Videofassung (in Französisch und Niederländisch) auf den genannten Webseiten veröffentlicht. (red)

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Bischöfe: „Wir fühlen uns allen Familien sehr nahe, besonders denen, die im vergangenen Jahr ein Familienmitglied oder einen Freund infolge der Coronakrise verloren haben.“
Dem „neuen“ Tod wird also jetzt auch seitens der Kleriker die Hauptbühne überlassen. Diejenigen, deren Freund oder Familienmitglied von einem „gewöhnlichen“ Tod aus dem Leben gerissen wurde, müssen sich vor den Nebenbühnen drängeln.
Das mag nun dem Einen oder Anderen zynisch und pietätlos vorkommen, aber diese unverhältnismäßige Überhöhung des Corona-Tods ist die Wurzel des Übels, das im z.T. gedankenlosen Überbordwerfen zu vieler schwer erkämpfter oder mühsam ausgehandelter Grundregeln einer freiheitlichen Gesellschaft besteht. Wenn sich der Staat an der „Heiligen Kuh“ (Verfassung) vergreift, darf er sich nicht wundern, wenn die „Gläubigen“ (gesetzestreuen Bürger) ihren „Glauben“ (an die Rechtsstaatlichkeit) verlieren, und infolgedessen nicht weiter bereit sind, dessen „Glaubenssätze“ (z.B. Steuern zahlen) zu verinnerlichen.
Die Folge wird ein Klima sein, in dem die staatlichen Institutionen nicht mehr vom Volk getragen werden, sondern sich diese gegen das Volk behaupten müssen. So werde ich z.B. es keinem Selbständigen, dem jetzt der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, es verdenken, wenn er bei einem eventuellen Neuanfang in Zukunft jedes auch noch so kleine Schlupfloch nutzt, um Steuern und Abgaben zu vermeiden.
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