„Wir liefern bereits an Samstagen aus und werden diesen Service auf Wunsch einiger Kunden nun auch auf Sonntage ausdehnen“, wird die Pressesprecherin der Post, Veerle Van Mierlo, von „De Staandard“ zitiert.
Das Pilotprojekt werde ein Jahr dauern, so Van Mierlo weiter: „Wir werden schon während dieser Zeit evaluieren, ob es weitergehen soll oder nicht. Sonntagsarbeiter werden zu 150 % bezahlt. Zwölf Sonntage pro Semester berechtigen zu einem zusätzlichen freien Tag. Postboten können sich bis Mitte Dezember für das Projekt mit dem Namen ‘Paksun’ freiwillig melden.“
Bis Ende 2021 will das Unternehmen, das sich zu 51 % im Besitz des belgischen Staates befindet, jeden Sonntag mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigen, wie aus einer firmeninternen Präsentation des Projekts hervorgeht.
Die Gewerkschaften, die seit Jahren gegen das Prinzip der Sonntagsarbeit sind, haben diesmal einer größeren Flexibilität zugestimmt. „Dies ist ein historischer Schritt“, so Jean-Pierre Nyns von der sozialistischen Gewerkschaft ACOD.
Bpost hat bereits seit zwei Jahren über einen Unterauftragnehmer einen sehr begrenzten Sonntagszustelldienst angeboten.
Das Unternehmen steht derzeit wegen der Verzögerung bei der Bearbeitung von Paketen unter Beschuss. Die vorzeitige Einführung eines zusätzlichen Zustelltages ist jedoch nach Angaben der Post noch nicht möglich. (belga/mv)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren