Seit Wochen wagen immer mehr Afrikaner die gefährliche Überfahrt auf die Kanaren. Dieses Jahr trafen bereits mehr als 18 000 Migranten in offenen Holzbooten dort ein. Das bedeutet eine Steigerung von 1000 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein 9000 kamen in den vergangenen Wochen an. Zur Linderung der unmittelbaren Not will Spanien nun Notlager für 7000 Migranten errichten. Diese Zentren würden auf Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa schon in den nächsten Wochen zur Verfügung stehen, sagte Migrationsminister José Luis Escrivá am Freitag beim Besuch in Las Palmas de Gran Canaria.
Außenministerin Laya traf sich am Freitag in Genf mit dem Generaldirektor der Organisation für Migration (IOM), Antonio Vitorino, und dem Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, um über die Krise auf den Kanaren zu sprechen. Innenminister Fernando Grande-Marlaska war gleichzeitig in Marokko. Dort traf er sich mit seinem Amtskollegen Abdelouafi Laftit. Nach Medienberichten wurde über schnellere Rückführungen verhandelt. Die meisten der Neuankömmlinge auf den rund 110 Kilometer entfernten Kanaren sind amtlichen Angaben zufolge in Marokko in See gestochen. (dpa)

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