Eine Untersuchung hatte der Partei zuvor bescheinigt, sie habe Diskriminierung und Schikanen gegen Juden jahrelang zugelassen. Er wolle den Empfehlungen der Untersuchungskommission voll und ganz folgen, schrieb Starmer am Dienstagabend auf Twitter. „Das muss heißen, im neuen Jahr so schnell wie möglich einen unabhängigen Beschwerdeprozess zu etablieren.“
Zuvor hatte die Partei entschieden, ihren ehemaligen Vorsitzenden Jeremy Corbyn nach einem vorübergehenden Ausschluss wieder aufzunehmen. Corbyn war im Oktober ausgeschlossen worden, nachdem er die Ergebnisse der Antisemitismus-Untersuchung als übertrieben bezeichnet hatte. Etliche Abgeordnete und jüdische Gruppen kritisierten die Wiederaufnahme des Politikers.
Der 71-Jährige hatte am Dienstag auf seiner Facebook-Seite eine Erklärung veröffentlicht. Darin heißt es: „Um das klar zu machen, Sorgen über Antisemitismus sind weder "übertrieben" noch "überspitzt".“ Er habe nur klar machen wollen, dass die große Mehrheit der Labour-Mitglieder überzeugt anti-rassistisch sei und Antisemitismus entschieden ablehne.
Der Alt-Linke war Labour-Chef zwischen 2015 und April 2020. Unter seiner Führung erlitt die Partei bei der Parlamentswahl im vergangenen Dezember die schwerste Niederlage seit 1935. (dpa)

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