Nicht-essenzielle Geschäfte wollen nach Rendezvous verkaufen

<p>Der Einzelhandel möchte gerne Termine auf Vereinbarung ausmachen dürfen.</p>
Der Einzelhandel möchte gerne Termine auf Vereinbarung ausmachen dürfen. | Foto: belga

Der Verband Comeos schätzt, dass seine seit dem 2. November von der Schließungsmaßnahme betroffenen Mitglieder – die nicht-essenziellen Einzelhändler – täglich 100 Millionen Euro Umsatz verlieren, d.h. vier Milliarden Euro für die sechs Wochen bis zum 13. Dezember. Diese Schätzung berücksichtigt nicht die Einnahmen aus dem „Click&Collect“-System (also via Internet bestellen und vor Ort abholen), aber diese seien laut Dominique Michel, CEO von Comeos, ziemlich begrenzt. Nach einer Umfrage der Selbstständigen-Gewerkschaft SNI würden die Händler auf diese Weise nur fünf bis zehn Prozent ihres Umsatzes zurückerhalten.

Comeos würde, vor allem wegen des saisonalen Wetters, in diesem Zusammenhang „einen Ministerialerlass begrüßen, der die Abholung und Bezahlung in Innenräumen erlaubt“, so wie es im Horeca-Bereich der Fall ist.

Comeos, die SNI und die Mittelstandsvereinigung UCM plädieren ebenfalls dafür, dass Unternehmen in der Lage sein sollten, Kunden nach Terminvereinbarung zu empfangen. Aber selbst wenn diese Verbände vor dem nächsten Konzertierungsausschuss am 27. November angehört werden, werden diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die Firmen zu retten, meint Comeos.

Etwa 50 der Comeos-Mitglieder, die 2.700 Verkaufsstellen vertreten, haben am Dienstag einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie um neue finanzielle Unterstützung bitten. Es ginge darum, dem Handel bei der Bewältigung seiner Kosten zu helfen, angefangen bei den Mieten, die „zehn bis 20 % der Kosten unserer Mitglieder“ ausmachen, unterstreicht Dominique Michel. Er fordert eine „Steuergutschrift für Eigentümer im Gegenzug für mindestens einen Monat freie Miete“ sowie eine Befreiung von der Grundsteuer und den Gemeindesteuern für Geschäfte im Verhältnis zu den vorgeschriebenen Schließtagen.

„Diese beiden Unterstützungsmaßnahmen könnten einen Unterschied machen, indem sie die Gerichte wegen unbezahlten Mieten entlasten und den Unternehmen Luft zum Atmen geben, von denen große Teile in einer katastrophalen Lage sind“, so Michel abschließend. (belga/mv)

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