Präsidentenwahl in Republik Moldau: Sandu vor Amtsinhaber Dodon

<p>Maia Sandu</p>
Maia Sandu | Foto: afp

Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission in der Hauptstadt Chisinau lag Sandu vor dem Präsidenten, der für einen russlandfreundlichen Kurs steht. Er kam demnach auf 32,7 Prozent der Stimmen. Seine Herausforderin erreichte 35,9 Prozent. Beide waren bereits vor vier Jahren gegeneinander angetreten. Damals hatte sich Dodon erst in der zweiten Runde knapp gegen Sandu durchgesetzt.

Die rund 3,2 Millionen Wahlberechtigten konnten zwischen insgesamt acht Bewerbern auswählen. Nach Angaben der Wahlkommission herrschte in den Wahllokalen im Ausland großer Andrang. Einige blieben deshalb länger geöffnet. Neben Deutschland sei dies etwa in Kanada, Israel, Frankreich, Italien und Spanien der Fall gewesen. Viele Moldauer haben ihre Heimat aus Perspektivmangel verlassen. Die frühere Sowjetrepublik gilt als das ärmste Land Europas.

Das unter anderem für den Weinanbau bekannte Land Moldau liegt zwischen der Ukraine und Rumänien im politischen Spannungsfeld zwischen Russland und der EU. Es steckt seit der Unabhängigkeit 1991 in einer Dauerkrise: Ihr Grenzland zur Ukraine östlich des Flusses Dnestr hat sich als Transnistrien faktisch abgespalten. Dort hat Russland Truppen mit UN-Mandat stationiert. Auch mit dem autonomen Gebiet Gagausien kommt es bisweilen zu Spannungen. (dpa)

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