Die Maskenpflicht soll also nicht menschenwürdig und obendrein auch noch eine diktatorische Maßnahme sein. Sollte man nicht eher sagen, dass in den heutigen Zeiten das Nicht-Tragen einer Schutzmaske menschenverachtend ist? Den Mund- und Nasenschutz, zumindest an gewissen Orten zur Pflicht machen, ist eine solidarische Maßnahme, die es zu beachten gilt, genau wie jede andere Regel auch. Von Willkür oder gar verächtlicher Behandlung die zur „Beschneidung der Selbstbestimmung“ führen, kann dabei keineswegs die Rede sein. Es ist deshalb nicht akzeptabel, dass einzelne Menschen sich in ihrer „Würde“ angegriffen fühlen, nur weil eine Sache ihnen nicht in den Kram passt, bzw. ihrer persönlichen Meinung nicht entspricht! Jeder Schutz ist in Corona-Zeiten besser als gar keiner! Und wenn die meisten geschützt sind, ist man es selbst auch. Diese Chance sollte also ergriffen werden!
Wie übrigens umgehen mit der Würde von Covid-19 Patienten die tagelang, im Koma und in Bauchlage, an künstliche Beatmungsgeräte angeschlossen sind? In diesem Zustand werden diese Menschen tatsächlich ihrer WÜRDE beraubt. Von eventuellen schweren Folgeschäden ganz zu schweigen. Was den Begriff „Diktatur“ angeht, sollte man sehr vorsichtig sein, bevor man dieses Wort in den Mund nimmt. Es liegt auf der Hand, dass derzeit in Sachen Covid-19 langwierige parlamentarische Konsensbildungen nicht angebracht sind und schnelles Handeln, der jeweiligen Situation entsprechend, gefordert ist. Außerdem werden die Regierungsentscheidungen im bestehenden Konzertierungsausschuss getroffen, und nicht nur von „einzelnen Regierenden“. Beweis genug dafür, dass in Belgien die Demokratie funktioniert. Von einer Diktatur, d.h. unbeschränkter Macht, sind wir jedenfalls noch meilenweit entfernt!
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