Compagnie Irene K. feiert Premiere

<p>Die Choreografie von Anaïs Van Eycken wird getanzt von Karolina Kardasz.</p>
Die Choreografie von Anaïs Van Eycken wird getanzt von Karolina Kardasz. | Foto: Veranstalter

Die Compagnie Irene K., unter der künstlerischen Leitung von Irene Kalbusch, feiert voller Stolz eine weitere Premiere: Matki. Seit Jahren schon besteht eine hervorragende Zusammenarbeit der Compagnie mit der jungen talentierten Künstlerin Anaïs Van Eycken, der in diesem Jahr erstmals eine eigene Kreation anvertraut wurde. Dabei herausgekommen ist Matki, zu Deutsch: Mütter.

Matki erzählt von einer Frau, deren Leben sich ändern könnte. Ihr sicherer Kokon zerreißt und das Äußere wird Teil des Inneren. Neue Gefühle und Emotionen entstehen. Sie taumelt, weiß nicht wohin, ist hin und her gerissen. Sie wägt ab, das Für und Wider. Sie trifft eine Entscheidung. Frau und/oder Mutter.

Hauptrolle in der Performance spielen Zweifel. Zweifel einer jungen Frau, Fragen zu den Themen Frausein und Muttersein. Das Bild einer unbefleckten Frau in den Köpfen provoziert eine gewisse Versuchung. Hinschauen, die Perspektive ändern, eine Frau mit ihren eigenen Augen betrachten und das Viele erkennen, wofür sie steht.

Wann beginnt und wann endet das Frausein? Mit dem Muttersein? Mutter sein ist etwas Wunderbares und für viele ein großes Privileg. Aber es stellt auch einen bedeutenden Wendepunkt im Leben einer Frau dar und sollte gut durchdacht sein.

Über all diesen Fragen steht die Gesellschaft mit ihren Urteilen, Vorurteilen und Verurteilungen. Sie versucht eine Erklärung zu finden, alles was sie sieht in eine quadratische Box, ein quadratisches Haus und ein quadratisches Universum einzuordnen. Aber ist es nicht eben dieses Quadrat, das Unklarheiten hervorruft?

Matki ist ein Augenöffner, der das Hinterfragen von Gängigem und weit verbreiteten Ansichten erlaubt. Das Thema schafft eine ungeahnte Verbindung zwischen Menschen. Frau und/oder Mutter sein muss wertgeschätzt werden, und darüber hinaus.

Die Premieren des Stückes finden – mit einer deutlich reduzierten Anzahl Zuschauer – am 29. Oktober um 20 Uhr im Alten Schlachthof in Eupen und am 31. Oktober um 17.30 Uhr und um 20 Uhr in Hal 5 in Löwen, der Heimatstadt der Choreografin, statt. Einlass ist jeweils eine Viertelstunde vor Beginn.

Im Anschluss an die Aufführungen findet für Interessierte ein Gespräch mit den Künstlern statt.

Tickets können online auf der Webseite des Alten Schlachthofs oder der Webseite der Compagnie Irene K. erworben werden. (red)

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