EU fährt wegen Corona-Lage in Brüssel Betrieb herunter

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EU-Ratschef Charles Michel (r.) vor wenigen Tagen mit dem armenischen Präsidenten Armen Sarkissian. | Archivfoto: afp

Weil die zweite Welle der Pandemie die EU-Hauptstadt derzeit mit voller Härte treffe, müsse bei der Organisation von physischen Treffen noch vorsichtiger und mit noch größerer Umsicht vorgegangen werden, teilte ein Sprecher der derzeitigen deutschen EU-Ratspräsidentschaft am Montag mit. Auch virtuelle Sitzungen würden mit Rücksicht auf die Ressourcen des Ratssekretariats und der Präsidentschaft auf prioritäre Themen beschränkt.

Persönlich stattfinden werden demnach nur noch Treffen, die für das Funktionieren der EU oder zur Koordinierung der Covid-19-Krisenreaktion notwendig sind. Dazu gehören zum Beispiel auch die laufende Verhandlungen über das EU-Haushalts- und Wiederaufbaupaket.

„Es ist praktisch ausgeschlossen, ohne persönliche Treffen und Kontakte eine Einigung zwischen den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament zu finden“, erklärte der Sprecher dazu. Angesichts der schnellen Ausbreitung der Pandemie müsse das gemeinsame Ziel bleiben, die Verhandlungen so schnell wie möglich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen und europäische Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.

Unser Land zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Allein in der Region Brüssel wurden zuletzt 1.770 Infektionen pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen gemeldet. (dpa/mv)

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