Seit dem 18. März sind die Recyparks in den fünf Eifelgemeinden geschlossen. Die Sorge war groß, dass illegale Mülldeponien aus dem Boden sprießen könnten. Bis auf zwei festgestellte Ausnahmen auf dem Gebiet der Stadtgemeinde St.Vith war diese glücklicherweise unbegründet, erklären die Bürgermeister auf Nachfrage. Doch sind sich die politischen Verantwortlichen bewusst, dass die Situation auf lange Sicht nicht andauern darf.
Gerade im städtischen Gebiet kann sich die Lagerung des Mülls in Appartementgebäuden als problematisch erweisen. Aus diesem Grund machte sich St.Viths Bürgermeister Herbert Grommes in dieser Woche für eine „kontrollierte Wiederöffnung“ der Containerparks stark, in welcher Form auch immer, wie er auf Nachfrage erklärt. Diverse Optionen könnten dem Schönberger zufolge in Betracht gezogen werden, um potenzielle Menschenansammlungen am Altstoffdepot zu vermeiden und die Regel des „Social Distancing“ einhalten zu können.
Bewegung zeichnet sich diesbezüglich noch nicht ab, weil die wallonische Ministerin Céline Tellier (Ecolo) bisher kein grünes Licht für eine Wiederöffnung gibt. Allerdings hat sie die Interkommunalen beauftragt, Lösungen für PMK-Abfälle wie Kunststoffflaschen, Metallverpackungen und Getränkekartons zu finden. Wallonieweit ist Idelux Umwelt der einzige Zweckverband, der noch keine Haussammlungen durchführt. Diese sollten im Laufe des Jahres eingeführt werden. Entsprechend einfallsreich mussten sich die Verantwortlichen in der jetzigen Situation zeigen.
Eine Sitzung des Verwaltungsrates hat am Freitag ergeben, dass Idelux Umwelt auf die Unterstützung der Gemeinden zählt. Ihnen steht frei, sich entweder für eine außerordentliche PMK-Haussammlung, die entweder die Gemeinde oder der Zweckverband durchführt, oder für eine Einführung von Sammelstellen zu entscheiden. Letztere könnten in der Nähe der Altglascontainer eingerichtet werden. Die Bevölkerung wird aufgefordert, ihre wiederverwertbaren Verpackungen dort zu deponieren, nur wenn dies absolut notwendig ist und unter Einhaltung der sozialen Distanzierung. Die Mitarbeiter des Bauhofs bringen den Abfall zum Recypark.
Gemeinden müssen sich bis Mitte nächster Woche entscheiden.
Die Gemeinden müssen sich bis Mitte nächster Woche entscheiden und ihre Bürger informieren. Für welche Option sich die Kommunen auch entscheiden, es werden lediglich die Verpackungen akzeptiert, die auch üblicherweise im Recyclingpark entsorgt werden.
Was die anderen Abfälle betrifft, verlässt sich die Interkommunale auf den gesunden Menschenverstand. Sie fordert die Bürger auf, die Bewirtschaftung der Abfälle an die außergewöhnliche Krisensituation anzupassen und vor allem nichts in die Natur zu werfen. Illegale Mülldeponien sind strafbar. Grünabfälle können getrost im Garten aufbewahrt werden. Tipps zur Kompostierung gibt es im Netz unter www.idelux.be.

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