Zur Erklärung: Krankhaftes Fettgewebe, meist an Armen und Beinen, verursacht chronische Schmerzen und damit verbundene Depressionen, die Arbeits-, Partnerschafts- oder Familienleben zunehmend belasten. „In Belgien ist diese Krankheit kaum anerkannt. Von den Kassen werden bestenfalls Stützstrümpfe oder Physiotherapien unterstützt. Eine konkrete Abhilfe schafft das aber nicht. Nicht wenige Ärzte in Belgien geben den Rat: ‘Abnehmen!’. Daraus folgen dann nicht selten Essstörungen und Unterernährung. Das Volumen der Beine und der Schmerz verschwinden indes nicht“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der CSP.
„Es muss was passieren in Belgien. Wir brauchen endlich Hilfe. Die Bundesrepublik Deutschland ist da schon einen Schritt weiter. Dort ist die Krankheit zumindest anerkannt. Daher war das IZOM-Abkommen und die Behandlung in Deutschland für uns in Ostbelgien oft die einzige Möglichkeit, überhaupt sinnvolle Unterstützung zu bekommen. Zudem gibt es in Deutschland einige Kliniken, die sich auf die Krankheit spezialisiert haben. Denn der einzige und erfolgreiche Ausweg ist, das krankhafte Fettgewebe zu entfernen“ so Anja Géron-Fassbaender, die in einer ostbelgischen Selbsthilfegruppe aktiv und Mit-Initiatorin des Mittagsgesprächs ist. Sie war bei den letzten Gemeinschaftswahlen für die CSP angetreten. Für die Kelmiser PDG-Mandatarin Jolyn Huppertz (CSP), ebenfalls Organisatorin, geht angesichts der nicht enden wollenden Regierungsbildung auf belgischer Föderalebene viel zu viel Zeit verloren:
„Frau De Block (die föderale Gesundheitsministerin, A.d.R.) hat nicht nur das für unsere Gegend wichtige IZOM-Abkommen gekappt, sondern hinsichtlich dieser frauenspezifischen Krankheit geradezu weggeguckt. Wir sind jedenfalls froh, mit den Fachärzten der Lipo-Klinik in Mühlheim a.d. Ruhr, Thomas Witte und Heike Majewski, zwei europaweit beachtete Experten für ein Mittagsgespräch in Sachen Lipödem gewonnen zu haben. Genau das gibt uns Aufwind, in Brüssel für eine vernünftige Entlastung der Betroffenen zu kämpfen“, so Huppertz. (red)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren