Die eiligen Pendler, die am Dienstagmorgen im Europaviertel von Brüssel durch den Bahnhof Bruxelles-Luxembourg liefen, werden sich sicher über den dortigen Aufwand gewundert haben. Die Militärkapelle, die am Eingang des Gebäudes die Brabançonne spielte, verriet ihnen aber wahrscheinlisch schon, was da los war: Das belgische Königspaar muss in der Nähe gewesen sein.
Tatsächlich kamen König Philippe und Königin Mathilde um kurz vor 8 Uhr am Bahnhof an, um in einen Zug mit dem königlichen Emblem zu steigen, der sie innerhalb von drei Stunden ins Großherzogtum Luxemburg brachte. Dort starteten die Monarchen am Dienstag einen dreitägigen Staatsbesuch.

Die Delegation des belgischen Königspaares besteht aus rund 210 Personen. Darunter etwa 60 Geschäftsleute, etwa 20 Vertreter der akademischen Welt sowie verschiedene belgische Ministerpräsidenten, von denen die meisten erst am Dienstagabend oder Mittwoch nach Luxemburg reisen werden.
Belgien und das Großherzogtum Luxemburg verbindet vieles. Sie sind beide Gründungsmitglieder der Europäischen Union und Verbündete der Benelux-Union, der NATO und der Vereinten Nationen. Außerdem ist König Philippe der Cousin des Großherzogs Henri, der das Königspaar bei seiner Ankunft in Luxemburg begrüßte.

Das belgische Königspaar wird anschließend in Anwesenheit des luxemburgischen Premierministers Xavier Bettel einen Blumenkranz am Nationaldenkmal der Luxemburger Solidarität niederlegen. Es folgen Treffen mit luxemburgischen politischen Vertretern und eine akademische Sitzung im Rathaus. Ein Galadinner wird den ersten Tag des Staatsbesuchs dann abschließen. (belga/alno)

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