Allein bis September des laufenden Jahres habe die SNCB bereits 137 Kupferdiebstähle verzeichnet, dessen Unkosten auf knapp über 2 Millionen Euro geschätzt werden. Rund 7.000 Euro kostet der gestohlene Kupferkabel pro Kilometer. „Grund genug, dem Diebstahl Einhalt zu gewähren“, denkt Kattrin Jadin. Eine der Methoden, die Schienennetzbetreiber Infrabel nun anwende, sei das Einbetonieren der besagten Kabel oder aber das Ersetzen des Kupfers durch Aluminium – dort wo es denn auch technisch möglich ist. Ebenfalls werde zurzeit juristisch und technisch überprüft, ob die Drohnenüberwachung eine sinnvolle Möglichkeit ist, um die Problematik anzugehen.
„Er hat weitere Maßnahmen, die aktuell bereits unter größten Geheimhaltung getestet werden, zwar erwähnt aber aus Sicherheitsgründen keine Details preisgegeben“, so Jadin. Eine weitere parlamentarische Anfrage behandelte den Vandalismus, dem einige Züge in Welkenraedt zum Opfer gefallen sind. „Vor nicht allzu langer Zeit wurden gesamte Züge von Graffiti-Sprühern heimgesucht, und das Ausmaß war so verheerend, dass sogar einige Fahrten gestrichen werden mussten. Auch hier werden die nächtlichen Zugabstellplätze vermehrt mit Sicherheitskameras ausgestattet, aber auch neue Technologien eingesetzt, wie beispielsweise das ‘Dynamic Intrusion System and Camera’ (DISC), oder aber die Präsenz der Wachleute vor Ort verstärkt“, so Jadin. Da das Schienennetzwerk in Belgien sehr weit ausgedehnt und es für das menschliche Wesen schlicht unmöglich sei, physisch an allen Orten zeitgleich zu sein, bevorzuge der Minister auch hier moderne Überwachungssysteme, um den Tätern zuvorzukommen, erläuterte Kattrin Jadin. (red/sc)

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