Das teilten Ministerpräsident Elio Di Rupo (PS) und der zuständige Minister Pierre-Yves Dermagne (PS) am Sonntag in Namur mit. Zahlreiche Enthüllungen in der Presse rund um den operativen Arm der Lütticher Interkommunalen Enodia hatten diese Verkäufe in den letzten Wochen ans Tageslicht gebracht.
Die wallonische Regionalregierung analysierte diese Vorgänge im Detail und stellte fest, dass es hierbei Interessenkonflikte und Verstöße gegen die Konkurrenz-Regelung gebe. Die Summe für einige dieser Verkäufe sei auffällig niedrig und die Tatsache, dass diese hinter dem Rücken der öffentlichen Stellen erfolgt sei, mache die Vorgänge verdächtig, hieß es weiter. Die Minister sprachen deutlich davon, dass versucht worden sei, „Gewinne zu privatisieren und Verluste der öffentlichen Hand zuzuschieben“. Auch gebe es im Fall von Voo nicht genügend Garantien, was die Beschäftigungssituation und die Entscheidungsstrukturen angeht.
Die Elemente aus den erfolgten Untersuchungen seien in ihrer Gesamtheit derart, dass die Regionalregierung diese zur weiteren Untersuchung auch der Staatsanwaltschaft weitergeleitet habe, sagte Ministerpräsident Di Rupo. (belga)

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