Die Fahndungsaktion, die in Zusammenarbeit mit der britischen Polizei durchgeführt wurde, hatte zum Ziel, eine Schleuserbande, die angeblich immer wieder Albaner nach Großbritannien schmuggelt, zu überführen. Denn nach Angaben der Beamten sollen die mutmaßlichen Menschenhändler ihre „Kunden“ in Autos oder Lastwagen verstecken und sie so illegal auf die Insel bringen.
Im Rahmen der Razzia wurden insgesamt acht Hausdurchsuchungen durchgeführt: eine in Deurne (Antwerpen) und sieben in Gent – unter anderem in einem Hotel, in dem 37 Albaner gefunden wurden, die auf eine Möglichkeit zur Überfahrt nach England warteten. Darüber hinaus wurden kleine Mengen an Cannabis und Haschisch entdeckt und vier Fahrzeuge beschlagnahmt.
Die belgische Polizei hatte es insbesondere auf einen 29-jährigen Albaner abgesehen, der als „Kopf“ der Bande fungieren soll. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, konnte der Mann am Montag in Gent dingfest gemacht werden. Darüber hinaus wurden während der Polizeiaktion hierzulande elf weitere Personen festgenommen.
Fünf Verdächtige wurden am Dienstag und Mittwoch einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Gegen sie wurde ein Haftbefehl erlassen. Die restlichen sieben wurden bis zum Prozess freigelassen.
Im Vereinigten Königreich konnten in Basildon und Lewisham zudem zwei weitere Männer, die angeblich der Schleuserbande angehören, festgenommen werden. Ein 15. Verdächtiger, der international gesucht wurde, konnte schließlich in Deutschland dingfest gemacht werden. Das Trio wird im Rahmen eines gegen sie ausgestellten europäischen Haftbefehls in den kommenden Tagen nach Belgien überführt. (belga/alno/calü)

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