Tansania: neun südafrikanische Spitzmaulnashörner im Serengeti-Park ausgewildert

<p>Spitzmaulnashörner gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Welt.</p>
Spitzmaulnashörner gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Welt. | Foto: dpa

Die Nashörner stammen von einer 37.000 Hektar großen südafrikanischen Farm, Thaba Tholo (Norden), und kamen am Dienstagmorgen am Flughafen Kilimandscharo International (Norden) an, bevor sie zur Serengeti transportiert wurden, so das tansanische Ministerium für Naturressourcen in einer Mitteilung.

„Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese Tiere zu schützen“, versprach der stellvertretende Minister für Naturressourcen Constantine Kanyasu der Presse am Flughafen.

Nach Angaben der International Union for Conservation of Nature (IUCN) existieren in freier Wildbahn nur noch etwa 5.000 Spitzmaulnashörner. Das macht sie zu einer der am stärksten bedrohten Tierarten der Welt. Die Populationen dieser Tiere, die – insbesondere wegen ihrer Größe und dicken Haut – in freier Wildbahn nur sehr wenige natürliche Feinde haben, wurden durch Wilderei stark dezimiert. Die Jagd nach diesen geschöpfen wird vor allem durch die Nachfrage in Asien gefördert, wo dem Horn des Tieres medizinische Eigenschaften zugeschrieben werden.

Nach Angaben der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt beherbergte das Ökosystem der Serengeti und der Masai Mara vor 40 Jahren noch 500 bis 700 solcher Nashörner. Diese wurden durch die Wilderei zwischen 1977 und 1978 auf etwa zehn Exemplare reduziert.

Infolge von Auswilderungsprogrammen und verstärkter Bekämpfung der Wilderei steigt die Zahl der Nashörner in Tansania seit „vier bis fünf Jahren“ wieder, auf insgesamt 167 Exemplare im Jahr 2019, so das Ministerium für Naturressourcen. (belga)

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