Jährlich werden rund 400 Mieter von Sozialwohnungen (von insgesamt 155.000) aus ihren Häusern vertrieben. In mindestens 80 Prozent der Fälle ist dies auf Nichtzahlung zurückzuführen. Wer seine Sozialwohnung verliert, kann sich jedoch bereits am nächsten Tag einfach wieder auf die Warteliste setzen lassen.
Die zukünftige flämische Regierung, bestehend aus N-VA, CD&V und Open VLD, will etwas dagegen unternehmen. Sie plant die Einführung einer „Schwarzen Liste“ für Mieter von Sozialwohnungen. Säumige Zahler, Betrüger oder „Querulanten“ könnten dann – immer unter Berücksichtigung der Situation einer Familie – für die Dauer von drei Jahren ihr Recht auf eine Sozialwohnung verlieren.
Das ist laut Björn Mallants vom flämischen Wohnungsverband zu lang. „In drei Jahren kann sich viel ändern.“ Er plädiert für eine Streichung bis jemand seine überfällige Miete zurückgezahlt hat. (belga)

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