Jean-Michel Ummels nimmt kein Blatt vor den Mund. Bereits im Sommer trug er mit seinen klaren Meisterschaftsvisionen das offenste Visier aller ostbelgischen Trainer. Kurz vor der Winterpause sieht er sich bestätigt und prognostiziert gar: Seine Weywertzer werden die Sektkorken nicht erst am letzten Aprilwochenende knallen lassen.
Ein Urteil des belgischen Verfassungsgerichtshofs sorgt für Bewegung: Demnach müssen strafrechtliche Protokolle zu Taten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft künftig zwingend in deutscher Sprache verfasst sein – unabhängig davon, wo sie ausgestellt werden.
Die Geschäftsordnung des Raerener Gemeinderats hat hohe Wellen geschlagen, bevor sie überhaupt in Kraft getreten ist. Die Opposition fühlt sich durch die neuen „Spielregeln“ benachteiligt und will notfalls rechtlich dagegen angehen. Bürgermeister Mario Pitz (CSL) und Ecolo-Schöffe Guido Deutz können die Aufregung nicht nachvollziehen, wie sie im Interview erklären.
Beim Biathlon-Weltcup im französischen Annecy–Le Grand-Bornand hat Thierry Langer als einziger belgischer Starter das Ticket für die Verfolgung gelöst. Der Ostbelgier belegte am Freitag im Sprint über zehn Kilometer Rang 50 und gehörte damit zu den 60 Athleten, die sich für das Jagdrennen am Samstag qualifizierten.
Am Freitag findet erstmals die multikulturelle Weihnachtsfeier der Volkshochschule (VHS) in Kooperation mit der Kulturellen Aktion und Präsenz (KAP) und Info Integration im Kolpinghaus in Eupen statt. Dauern soll der Nachmittag von 12 bis 15 Uhr.
Vincent Lamberigts (53) wurde am Donnerstagabend mit 94,8 Prozent der Stimmen zum Präsidenten der christlichen Gewerkschaft (CSC) Lüttich-Verviers-Ostbelgien gewählt. „Dieses überwältigende Ergebnis bestätigt die Unterstützung der Militanten und untermauert die Legitimität des neuen Präsidenten“, schreibt die CSC. Er tritt die Nachfolge von Gaston Merkelbach an, der dieses Amt von 2021 bis 2025 innehatte.
Zugegeben: Das Bild des weltberühmten gallischen Dorfes drängt sich auf. Ein Dorf, das den Legionen trotzt und am Ende gewinnt. Doch wer die Einigung zu den Ukrainehilfen auf solche Folklore reduziert, verkennt ihre Tragweite. Was sich in Brüssel abgespielt hat, war kein netter Kraftakt eines kleinen Mitgliedstaats. Es war ein seltener Moment europäischer Vernunft – erkämpft gegen Ungeduld, Machtarithmetik und moralische Abkürzungen.
Die Eupener Freude über den 1:0-Erfolg in Maasmsechelen wurde überschattet von Ausschreitungen nach dem Abpfiff: Sowohl der Trainerstab von Patro Eisden als auch Verantwortliche aus dem Verein sorgten für Szenen, die auf und neben dem Fußballplatz nichts zu suchen haben. Die AS reagiert am Freitagnachmittag mit einem Statement.
Die EU hat sich nach monatelangen Verhandlungen auf einen neuen Finanzrahmen für die Ukraine geeinigt. Kern des Kompromisses ist ein zinsloser Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro, der über zwei Jahre bereitgestellt wird. Das Geld soll sowohl militärische Ausrüstung als auch den ukrainischen Staatshaushalt stützen und damit das Funktionieren des Landes unter Kriegsbedingungen sichern. Die Finanzmittel können bereits ab Januar bereitgestellt werden.
In der vergangenen Woche ist im Ratssaal des Gemeindehauses der neue Kelmiser Kindergemeinderat eingesetzt worden. Die 21 Kinder legten vor Bürgermeister Daniel Hilligsmann (Elan) den Eid ab.
2025 wird mit großer Wahrscheinlichkeit das trockenste Jahr seit 1976. In Belgien fiel fast die Hälfte weniger Niederschlag als im Vorjahr. Gleichzeitig zählt 2025 mit einer prognostizierten Durchschnittstemperatur von 12 Grad zu den wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen. Das geht aus Zahlen des KMI (Königliches Meteorologisches Institut) hervor, unter Berücksichtigung der Wetterprognosen bis Jahresende.
Nachdem das neue Online-Lernformat Ende des laufenden Jahres einen guten Start hingelegt hatte, gibt es 2026 mehr kostenlose Seminare zu praxisnahen Themen. Das teilt das Medienzentrum mit.
Der Verwaltungsrat der SNCB hat eine erste Bestellung über 180 Triebwagen beim spanischen Zughersteller CAF ausgelöst. Das Auftragsvolumen beträgt 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Die Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien (VSZ) äußert Bedenken hinsichtlich der geplanten Strom-Netztarife ab dem kommenden Jahr in der Wallonie: Was als „Lenkungsinstrument“ verkauft werde, droht in Wirklichkeit zu einer Mehrbelastung für normale Haushalte zu werden, teilte die VSZ mit.
Immer mehr Belgier zieht es in den Weihnachtsferien in sonnigere Regionen. Der Reiseveranstalter TUI verzeichnet für die Wintersaison einen leichten Anstieg der Buchungen im Vergleich zum Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilt.
In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 sind in Belgien mehr als 120.000 Vorsorgevollmachten abgeschlossen worden. Rund 90 Prozent davon entfallen auf Flandern. Das teilte der Notariatsverband Fednot am Freitag mit. Die Erstellung und Registrierung einer solchen Vollmacht kostet im Schnitt zwischen 600 und 800 Euro.
Der wallonische Minister für Raumordnung, François Desquesnes (Les Engagés), hat den geplanten Bau eines großflächigen Solarparks in Ortho (La Roche-en-Ardenne) gestoppt.