Vincent Lamberigts wurde in Fexhe-le-Haut-Clocher geboren, wohnt in Rocourt und hat eine 22-jährige Tochter. „Seine gesamte berufliche und gewerkschaftliche Laufbahn hat er in engem Kontakt mit den Arbeitnehmern aufgebaut“, so die CSC über ihn. Nach drei Jahren in Lüttich wechselte er zu Saint-Gobain in Eupen, wo er 27 Jahre tätig war – davon 25 Jahre als Gewerkschaftsdelegierter.
Die Laufbahn war von einem entscheidenden Ereignis geprägt: der Schließung des Unternehmens im Rahmen der Renault-Prozedur. „Diese Zeit war ein Schock, aber auch eine Lektion. Sie hat mir die Kraft der Solidarität und die Bedeutung einer geeinten, präsenten und kämpferischen Gewerkschaft vor Augen geführt. Diese Erfahrung hat mich geprägt und ich betrachte sie heute als Bereicherung“, wird Lamberigts in der Mitteilung zitiert. Seit anderthalb Jahren ist er Gewerkschaftssekretär der CSC Transcom. „Ich bin ein Kämpfer, aber ich glaube vor allem an den Dialog. Dennoch zeige ich bei Bedarf auch die Zähne, um unsere Errungenschaften zu verteidigen und neue Kämpfe zu führen.“
In der neuen Funktion möchte Lamberigts vor allem den Zusammenhalt innerhalb des Bezirksverbandes stärken: „Unser Verband ist eine Familie ohne interne Grenzen. Ich möchte, dass sich jeder Militant, egal ob aus Lüttich, Verviers oder Eupen, voll und ganz vertreten und gehört fühlt. Präsident zu sein bedeutet, eine treibende Kraft und Stütze zu sein und die vorhandenen Kräfte zu ergänzen.“ In einem angespannten politischen und sozialen Kontext, der von den Orientierungen der Arizona-Regierung geprägt ist, kündigt Lamberigts eine aufmerksame, wachsame und entschlossene Präsidentschaft an. „Wir stehen einer Macht gegenüber, die die Wohlhabenden und die großen Unternehmen begünstigt. Während dieser Legislaturperiode müssen wir wachsam sein und unsere Interessen und Errungenschaften verteidigen. Was wir gestern erreicht haben, müssen wir heute schützen, um es morgen weitergeben zu können.“ Lamberigts werde eng mit Bezirkssekretärin Isabelle Debroux, ihrer Stellvertreterin Sophie Reginster und der Gemeinschaftssekretärin Susanne Niessen zusammenarbeiten, hieß es. (red/sc)

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