Solarpark nahe La Roche darf nicht gebaut werden

<p>Raumordnungsminister François Desquesnes hat den Bau eines 40 Hektar großen Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen in Ortho (La Roche) abgelehnt.</p>
Raumordnungsminister François Desquesnes hat den Bau eines 40 Hektar großen Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen in Ortho (La Roche) abgelehnt. | Illustrationsfoto: dpa

Laut Medienberichten verweigerte der Minister die erforderliche Globalgenehmigung für Bau und Betrieb der Photovoltaik-Freiflächenanlage. Vorgesehen war die Installation von mehr als 82.000 Solarmodulen auf rund 40 Hektar landwirtschaftlicher Fläche.

Das Projekt auf dem Gelände des Bauernhofs „Ferme du Vivier“ in Ortho hatte bereits im Vorfeld erheblichen Widerstand ausgelöst. Eine Volksbefragung bestätigte die Ablehnung des Vorhabens durch mehr als 80 Prozent der Teilnehmenden. Nach einer vollständigen und kontradiktorischen Prüfung schloss sich nun auch der Minister dieser Haltung an und verweigerte die Genehmigung.

In seiner Entscheidung widerlegte Desquesnes die Argumente der Projektträger, die das Vorhaben als agrar-photovoltaisches Pilotprojekt mit Schafbeweidung unter den Modulen dargestellt hatten. Nach Einschätzung des Ministers handelt es sich weder um ein innovatives noch um ein vorbildliches Projekt.

Zur Begründung führte er mehrere Punkte an. Die betroffenen Parzellen seien hochwertige landwirtschaftliche Flächen mit gutem agronomischem Potenzial, die derzeit aktiv bewirtschaftet würden. Ihr Schutz habe weiterhin Vorrang. Zudem sei der behauptete Pilotcharakter nicht belegt, da das Projekt auf bereits bekannten und etablierten technischen Lösungen beruhe.

Kritisch bewertet wurde auch die Grundstücks- und Trägerkonstellation. Das Projekt werde nicht von einem Landwirt getragen, obwohl es in einem landwirtschaftlichen Gebiet geplant sei. Zudem sei vorgesehen, den bisherigen Bewirtschafter zugunsten neuer Betreiber zu ersetzen, die keine Landwirte seien. Dies werfe Fragen zur Legitimität und zur langfristigen Sicherung der landwirtschaftlichen Nutzung auf. Agrar-Photovoltaik könne nur als Ergänzung einer bestehenden landwirtschaftlichen Tätigkeit gelten und nicht als primär energetisches Projekt mit lediglich untergeordneter landwirtschaftlicher Nutzung. (arco)

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