Die meisten von ihnen lebten in Konfliktregionen oder in armen Ländern fern von Kliniken. Aber die Spezialisten sind auch besorgt über den Einfluss von Impfgegnern, die über soziale Medien fehlerhafte oder teils falsche Informationen verbreiteten, sagte die Direktorin der WHO-Impfabteilung, Kate O'Brian.
Die Quote der Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sowie der ersten Dosis gegen Masern verharre global betrachtet seit einigen Jahren bei rund 86 Prozent - zu wenig, um Ausbrüche der gefährlichen Krankheiten wirksam zu verhindern, so O'Brian. Nötig sei eine Impfquote von 95 Prozent. Der rasante Anstieg der Masernfälle weltweit sei ein Alarmzeichen.
Die Zahl der gemeldeten Fälle lag im vergangenen Jahr bei 350.000, fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Allerdings wird nur ein Bruchteil der Fälle gemeldet. 2017 schätzt die WHO die wahre Zahl der Masernfälle weltweit auf 6,7 Millionen.
„Impfgegner hat es immer gegeben“, sagte O'Brian. „Solche Gruppen sind ein kleines Phänomen, aber sie können ihre Botschaft mit den sozialen Medien heute weiter verbreiten als früher. Wir sind besorgt über fehlerhafte oder falsche Informationen.“ (dpa)

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