Polizei zeigt verstärkt Präsenz am Bütgenbacher See

Wer am Fuße der Staumauer ins Wasser steigt, bringt sich in große Gefahr.
Wer am Fuße der Staumauer ins Wasser steigt, bringt sich in große Gefahr. | Foto: Arno Colaris

Mit seinen leicht zugänglichen Stränden ist der Bütgenbacher See ein beliebtes Kurzurlaubsziel. An manchen Tagen kann laut Polizei „von mehreren Tausend Besuchern die Rede sein“. Auch die Beamten haben im Juni rund um den See verstärkt Präsenz gezeigt. Zum Wohl der Allgemeinheit und zur Sicherheit jedes Einzelnen gibt es diverse Regeln zu beachten, die an den offiziellen Zufahrtswegen in Form von Piktogrammen auf Hinweistafeln angeschlagen sind. Zur Erinnerung: Es ist verboten, ein Lagerfeuer zu entfachen oder zu grillen. Ebenfalls nicht gestattet sind das Zelten und Nacktbaden. Hundehalter sind zudem verpflichtet, ihre Tiere anzuleinen. Wer mit seinem Fahrzeug die Zufahrtswege für die Rettungsdienste versperrt, riskiert, abgeschleppt zu werden.

Eine Sicherheitsmaßnahme liegt der Polizei besonders am Herzen: das Schwimmen in der Nähe der Staumauer ist verboten – aus gutem Grund, wie Polizeihauptinspektor Edy Piront, Dienststellenleiter der lokalen Polizei Bütgenbach, erklärt: „In der Mitte der Staumauer befinden sich unter Wasser Turbinen zur Stromerzeugung, die für Wasserverwirbelungen sorgen können, denen Schwimmer nicht entkommen“. In einem Sicherheitsabstand von 50 Metern wurde eine Kette aus Schwimmbojen ins Wasser eingelassen. So soll verhindert werden, dass sich Schwimmer der Staumauer nähern. Erst 2015 ist ein 21-jähriger Mann aus Lüttich unweit der Staumauer ertrunken. Ungeübten Schwimmern und Kindern wird zudem empfohlen, sich in der Nähe der Ufer aufzuhalten.

Nicht jeder hält sich an die Regeln, die rund um den See gelten. Nun hat die Eifel-Polizei eine erste Zwischenbilanz gezogen. Bis dato haben die Beamten zwei Protokolle wegen einem Grillfeuer sowie einem Lagerfeuer erstellt. Elf Personen wurden mit Drogen erwischt. 51 Autofahrer parkten ihr Fahrzeug im Parkverbot. Ein Pkw war nicht versichert, einem weiteren fehlte die technische Kontrolle. Zudem sprach die Polizei 13 Verwarnungen wegen verschiedener Verstöße aus, darunter das Freilaufenlassen von Hunden, das Missachten des Schwimmverbots in der Nähe der Staumauer sowie die Feststellung von technischen Mängeln an Fahrzeugen.

Auch im Juli und August wird die Polizei verstärkt Präsenz rund um den Bütgenbacher See zeigen. (sue)

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