Craig Breen und Thierry Neuville Sieger in Ypern

<p>Das Siegerteam in Ypern: Breen-Nagle machten im VW Polo GTi R5 große Sprünge.</p>
Das Siegerteam in Ypern: Breen-Nagle machten im VW Polo GTi R5 große Sprünge. | Foto: NC-Media

Aus Ypern berichtet Herbert Simon

Der frühere Citroën-Werksfahrer Craig Breen aus Irland gewann mit Copilot Paul Nagle nach 23 Wertungsprüfungen (WP) souverän Belgiens größte Rallye im Auto eines deutschen Herstellers, einem VW Polo GTI R5 des Teams BMA aus Thimister-Clermont.

Auch die beiden übrigen Podiumsplätze eroberten VW-Fahrer: Der Niederländer Kevin Abbring (+45,70 Sekunden) wurde Zweiter im Polo des Rennstalls THX (DG Sport) aus Theux. Den dritten Rang (+58,70 Sekunden) sicherte sich unterdessen der amtierende Rallye-Landesmeister Kris Princen in einem weiteren Polo von BMA.

Craig Breen strahlte nach seinem Triumph mit der Sonne um die Wette: „Fantastisch nach 2016 bei der Condroz-Rallye wieder in Belgien gewonnen zu haben. Außerdem freue ich mich, dass ich dank Hyundai demnächst in Finnland mein Comeback in der Rallye-WM feiern darf.“ Der Ire hatte im Ziel einen satten Vorsprung auf Markenkollege Kevin Abbring herausgefahren: „Aber es war heute kein leichter Tag für uns, denn es war sehr heiß. Unser Sieg bei dieser traditionsreichen Rallye wurde allerdings durch die Missgeschicke unseres härtesten Konkurrenten erheblich erleichtert.“ Der zweitplatzierte Niederländer Kevin Abbring erläuterte: „Ja, wir wurden durch zwei Reifenschäden eingebremst. Aber es ist keine Schande, hier gegen Craig Breen zu verlieren.“ Der drittplatzierte Limburger Kris Princen räumte ein: „Ich konnte dem Tempo an der Spitze nicht ganz folgen. Ich durfte außerdem nicht zu viele Risiken eingehen, mit Blick auf die Schlussphase der nationalen Rallyemeisterschaft, wo wir jetzt an der Spitze liegen.“ In der Tat wird der Titelverteidiger auch die drei verbleibenden Läufe der BRC – Omloop van Vlaanderen in Roeselare, East Belgian Rally in St.Vith und Rallye du Condroz in Huy – im Polo bestreiten. Darüber hinaus wird er in einem Citroën DS3 WRC im August an der WM-Rallye in Deutschland teilnehmen.

<p>Thierry Neuville (r.) und Nicolas Gilsoul (Hyundai) auf dem Podium in Ypern: Sie gewannen die Ypres Rally Masters.</p>
Thierry Neuville (r.) und Nicolas Gilsoul (Hyundai) auf dem Podium in Ypern: Sie gewannen die Ypres Rally Masters. | Foto: Herbert Simon

Bester Nicht-VW-Pilot in Ypern war Altmeister Freddy Loix im Skoda Fabia R5 (+2:49,90 Minuten), der bei seinem viel beachteten Comeback auf Position vier landete. Einige aufregende Momente prägten die zweite Tagesetappe der Rallye. So zerlegte Skoda-Förderpilot und Loix-Schützling Sébastien Bedoret, an vierter Stelle liegend, bei einem spektakulären Abflug in WP 17 seinen Fabia, überstand aber, ebenso wie Copilot Thomas Walbrecq, den heftigen Crash unversehrt. Der Hyundai i20 R5 des Norwegers Ole Christian Veiby sah das Ziel nicht: Er fing in WP 19 Feuer und brannte aus. Der Skoda Fabia von Titelanwärter Vincent Verschueren musste in der Schlussphase (WP 20) mit einem Getriebeschaden aufgeben.

Bereits am späten Samstagnachmittag ließen sich WM-Fahrer Thierry Neuville aus St.Vith und Beifahrer Nicolas Gilsoul vom Publikum in Ypern feiern: Sie gewannen nach zwölf WP im Hyundai i20 Coupé WRC im Rahmenprogramm der Veranstaltung die erstmals ausgetragenen Ypres Rally Masters quasi im Alleingang. Mit ihnen freuten sich ferner Bruno Thiry aus Lommersweiler und sein Copilot Julien Vial, die bei dieser Demo-Rally im Opel Corsa Kitcar des Neuville-Rennstalls LiveLife aus St.Vith Vierte wurden. (hs)

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