Das Geschäft mit Hybridkatzen boomt - aber wenn wundert's. Bei einem Charakter eines Stubentigers und dem Fell eines Leoparden kann man nur schwer nein sagen. Doch genau das hat die Brüsseler Regionalregierung nun getan und einen Vorentwurf eines Dekret auf den Weg gebracht, dass die Zucht und Haltung von Hybridkatzen sowie deren Handel verbieten soll.
Wie die zuständige Brüsseler Staatssekretärin, Bianca Debaets (CD&V), gegenüber der Tageszeitung „La Dernière Heure“ berichtet, wurde das Dekret auf Empfehlung des Rates für Tierschutz lanciert. Denn laut Experten sollen Wildkatzen-Hybride unter Unfruchtbarkeit und Aggressionsproblemen leiden. Für Bianca Debaets Grund genug dem „Treiben“ ein Riegel vorzuschieben. „Ich verstehe ja, dass einige Leute diese Katzen niedlich finden, aber sie leiden, und das sollten wir tunlichst vermeiden. Eine Katze ist eben kein Spielzeug“, meint die Staatssekretärin.
In der Hauptstadt sollen in Zukunft auch nicht mehr die Schottische Faltohrkatze, deren Hauptmerkmal nach vorne hängende Ohren sind, willkommen sein. „Viele Leute lieben sie, weil sie ein wenig wie eine Eule aussehen“, erklärt Ann Van Soom, Professorin für Veterinärmedizin an der Universität Gent, der Tageszeitung „De Morgen“: „Diese Hybridkatzen können aber an Gelenkproblemen und anderen Anomalien leiden.“
Und was passiert mit den bereits in der Hauptstadt lebenden Hybridkatzen? Die müssen gemeldet werden und dürfen laut Bianca Debaets vorerst in Brüssel bleiben - vorausgesetzt, sie sind sterilisiert. „Es ist vor allem die Absicht, keine neuen Katzen mehr zu zeugen“, unterstreicht die CD&V-Politikerin. (calü)

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