Nach Hausgeburt mit Todesfolge: Haftbefehl gegen Geburtshelfer erlassen

<p>Nach Hausgeburt mit Todesfolge: Haftbefehl gegen Geburtshelfer erlassen</p>

Ein Paar aus Anderlecht hatte im August 2018 sein zweites Kind zu Hause zur Welt bringen wollen und den Angeklagten darum gebeten, es dabei zu begleiten. Der 61-Jährige stimmte zu, obschon die Frau ihr erstes Kind bereits per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hatte und Komplikationen auch diesmal nicht auszuschließen waren. Die Geburt, die am 26. August eingeleitet wurde, zog sich über mehrere Tage hin. Zeitweise ließ der Angeklagte die Frau und ihren Mann stundenlang alleine, um dann wieder "weiter an der Geburt zu arbeiten".

Als das Kind nach drei langen Tagen am 28. August zur Welt kam, befand es sich, ebenso wie die Mutter, in einem kritischen gesundheitlichen Zustand. Beide wurden daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert, wo das Baby, ein kleiner Junge, einen Tag später starb. Die Mutter, die sich zeitweise ebenfalls in Lebensgefahr befand, überlebte.

Nun wurde Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Er wurde in der Vergangenheit bereits zweimal wegen unsittlicher Übergriffe auf Minderjährige verurteilt.

Zwei weitere Personen, Freunde des Paares, denen ebenfalls unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen wird, wurden unter Auflagen freigelassen. (belga)

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