Der Nationaltrainer hat sich am Dienstag ausführlich mit der Strecke befasst und zeigt sich mit ihr zufrieden. „Es ist nur schade, dass sie gerade an einigen Stellen neuen Asphalt gelegt haben.“
Wout Van Aert und Remco Evenepoel gehören zweifelsohne zu den Kandidaten auf den Titel. Beide hatten am Morgen trainiert. „Aber nicht speziell auf der Strecke", erklärt Vanthourenhout. „Am Mittwochmorgen wird die Strecke für zwei Stunden vom Verkehr befreit und dann wird das effizienter sein. Die Jugend trainiert jetzt jeden Tag auf der Strecke, es ist sehr viel los, aber die Profis suchen sich lieber einen Moment aus, um sie richtig zu erkunden.“
Die Zeitfahrstrecke kann grob in zwei Teile unterteilt werden. Von der Gesamtstrecke von 47,8 Kilometern sind die ersten 20 meist gerade und ziemlich flach. Danach fahren die Fahrer auf hügeligen Straßen zurück nach Stirling. Die Zielankunft erfolgt über einen Kopfsteinpflaster-Anstieg.
„Ich denke, die letzten anderthalb Kilometer werden sehr wichtig sein“, sagt Vanthourenhout. „Dieser Anstieg ist knifflig und auch technisch anspruchsvoll. Und es besteht die Möglichkeit, dass es am Freitag regnet. Das würde es noch schwieriger machen. An diesem letzten Hang muss man etwas übrig haben. Wer dort noch am meisten pushen kann, wird um den Weltmeistertitel mitfahren.“
„Auch der Wind spielt eine Rolle, vor allem wenn es auf der letzten Strecke Gegenwind geben sollte“, so Vanthourenhout weiter. „Das könnte es noch schwieriger machen. Die Knickstellen auf der Strecke sind zwar nicht so groß, aber man muss sie trotzdem überqueren. Das wird auch nach 30 bis 35 Kilometern noch weh tun. Im ersten Flachstück erwarte ich kleine Unterschiede. Alle Spitzenfahrer haben ihren 'Tempoplan'. Ab dem Wendepunkt wird die Fitness den Ausschlag geben.“
Der Nationaltrainer bedauert, dass die Schotten kurz vor dem Weltcup die Zeitfahrstrecke an einigen Stellen neu asphaltiert haben. „Das hat mich ein bisschen erschreckt“, gibt er zu bedenken. „Der Asphalt wurde sehr spät aufgetragen. Ich bin froh, dass es nicht zu viele Kurven gibt. Wir sind im Mai zur Erkundung hierher gefahren. Mir wäre es lieber gewesen, wenn der Straßenbelag bis dahin angepasst worden wäre.“ Größte Konkurrenten der Belgier sind für ihn der Italiener Filippo Ganna und der Schweizer Stefan Küng. (belga/leo)

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