In Sachen Klimaschutz müsse mehr getan werden. Das gelte auch für die Großregion, wo an der Umsetzung eines gemeinsamen Raumentwicklungskonzepts gearbeitet werde. Ziel dieses Konzepts sei die Angleichung der Raumordnungspolitiken in den verschiedenen Gebietskörperschaften der Großregion, so Antoniadis.
Bei dem Treffen der Partnerregionen ging es im rheinland-pfälzischen Langweiler darum, die Zusammenarbeit in der Grenzregion zu stärken und konkrete Vorhaben anzustoßen und voranzubringen. An der Tagung nahmen neben Antoniadis der Innenminister aus Rheinland-Pfalz Michael Elbling (SPD) und der für Raumentwicklung zuständige Minister aus Luxemburg, Claude Turmes (Déi Gréng), teil. Die Anwesenheit des Kollegen aus Luxemburg nahm Antoniadis zum Anlass, um auf den gemeinsamen grenzüberschreitenden Arbeits- und Wohnungsmarkt mit Luxemburg hinzuweisen. „Nicht zuletzt dank der Nähe zu Luxemburg besteht in der Eifel praktisch Vollbeschäftigung.“ Es gebe aber auch negative Effekte, über die man sprechen müsse. Als Beispiele dafür nannte Antoniadis die N62 und die Entwicklung der Grundstücks- und Immobilienpreise im Süden Ostbelgiens. Der N62 drohe als Pendler-Route nach und aus Luxemburg der Kollaps. Hier hofft der Minister auf die Unterstützung der luxemburgischen Regierung bei der Lösungsfindung, nachdem der zuständige wallonische Minister, Philippe Henry (Ecolo), den Bau einer Entlastungsstraße vorerst ausgeschlossen hat.
Daneben betrachtet Antoniadis die Bemühungen Luxemburgs, die Flächenversiegelung schneller als bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null zu reduzieren mit etwas Sorge. Dass Luxemburg, das von der EU bis 2050 vorgegebene Ziel schneller erreichen möchte, könnte den Druck auf die Grundstückspreise in Belgien und Deutschland erhöhen, so Antoniadis. Bereits heute sei ein gewisser Druck in der Eifel und in Arlon zu verzeichnen. „Hierüber müssen wir vertieft austauschen“, so Antoniadis, der mit dem luxemburgischen Kollegen ein weiteres Gespräch im Herbst vereinbarte und auf eine Harmonisierung der Maßnahmen in der Großregion hofft, die dem ländlichen Raum besondere Aufmerksamkeit schenken.
(red/um)

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