Evenepoel erstmals belgischer Straßenmeister

<p>Meister! Remco Evenepoel bejubelt seinen Sieg, Alec Segaert ist geschlagen.</p>
Meister! Remco Evenepoel bejubelt seinen Sieg, Alec Segaert ist geschlagen. | Foto: belga

Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step) krönte sich in Izegem zum belgischen Meister der Elite der Männer. Der 23-jährige Weltmeister war im Sprint nach 230,7 Kilometern zwei Sekunden schneller als der 20-jährige Alec Segaert (Lotto Dstny). Jasper Stuyven (Trek-Segafredo) musste sich mit der Bronzemedaille zufrieden geben. Tiesj Benoot (Jumbo-Visma) belegte den vierten Platz vor Jasper De Buyst (Lotto Dstny).

Schnell versuchten mehrere Fahrer, eine frühe Ausreißergruppe zu bilden. Das Peloton ließ jedoch nicht locker. Zu diesem Zeitpunkt hatten Jasper Philipsen und Greg Van Avermaet bereits ein neues Rad bekommen, konnten aber ihre Plätze in der großen Gruppe einnehmen, die sich allmählich in Richtung Heuvelland bewegte. Dort warteten die drei Schleifen mit Monteberg und Kemmelberg.

Es bildete sich eine elfköpfige Spitzengruppe mit Yves Lampaert, Wout Van Aert, Tosh Van der Sande, Nathan Van Hooydonck, Dries De Pooter, Gianni Marchand, Gianni Vermeersch, Florian Vermeersch, Dries Van Gestel, Sep Vanmarcke und Jelle Wallays. Die Gruppe ging mit einem Vorsprung von 2:15 Minuten auf die vier Lokalrunden von je 25,3 Kilometern. Lampaert und Van Aert setzten sich ab, holten nach zwei Runden 55 Sekunden Vorsprung voraus. Bei der Einfahrt in Kachtem, 28 Kilometer vor dem Ziel, waren sie nicht nur ein-, sondern auch überholt. Remco Evenepoel beschleunigte, Dries De Bondt setzte sich sofort mit dem Weltmeister ab, weitere Fahrer folgen – nicht aber Zeitfahr-Meister Van Aert. zehn Kilometer vor dem Ziel steigerte Evenepoel weiter das Tempo, nur Segaert blieb ihm auf den Fersen. Beide überquerten mit 20 Sekunden Vorsprung die Ziellinie. „Ich hatte nicht direkt damit gerechnet, aber es war ein schönes Ziel. Bei dem drückend heißen Wetter war es eine superharte Strecke. Yves Lampaert ist zusammen mit Wout van Aert ein tolles Rennen gefahren. Vielleicht mussten sie das ganze Gewicht des Rennens ein wenig zu früh auf die Schultern nehmen. Das hat mir natürlich in die Hände gespielt“, meinte Evenepoel.

Bei den Frauen krönte sich eine überragende Lotte Kopecky (Team SD Worx) zum dritten Mal zur belgischen Straßenmeisterin. Nach 134,2 Kilometern setzte sie sich in einem Massensprint vor Marthe Goossens und Kelly Druyts durch. Bereits 2020 und 2021 hatte sich Kopecky den Titel gesichert. „Das Rennen ist viel besser verlaufen, als ich gedacht oder erwartet hatte. Es war auch zu meinem Vorteil, dass es mehr als einen großen Block gab. Mehrere Teams haben davon profitiert, dass es keine Ausreißer gab.“ (belga/leo)

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