„Identify Me“: Belgien beteiligt sich an Kampagne zu Morden an unbekannten Frauen

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Dieses Foto zeigt eine der ermordeten Frauen. | Foto: Interpol

Zu 22 Mordfällen mit unbekannten weiblichen Opfern wird seit Mittwoch grenzübergreifend gefahndet – und das mit prominenter Unterstützung. Hauptziel der Kampagne ist es, die Frauen zu identifizieren und ihnen ihre Namen zurückzugeben.

Von belgischer Seite unterstützen Schauspielerin Veerle Baetens und Sängerin Axelle Red die Kampagne. In den Niederlanden sind es „Game of Thrones“-Darstellerin Carice van Houten und Sängerin Stien den Hollander, bekannt als S10, und in Deutschland ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein und Boxweltmeisterin Regina Halmich.

„Wir möchten betonen, dass wir nach Namen suchen“, sagt Carolien Opdecam von der belgischen Polizei bei der Vorstellung der Aktion. „Die Identität des Opfers ist oft der Schlüssel, um die Geheimnisse eines Falles zu entschlüsseln.“ Da man davon ausgehe, dass einige der ermordeten Frauen aus bestimmten Regionen Osteuropas stammten, könne die Identifizierung der Opfer auch Hinweise auf die Täter liefern. Bei ähnlichen Ermittlungen habe die Feststellung der Identität letztendlich zur Festnahme der Täter geführt.

Der Text wird unter dem Video fortgesetzt.

Für die Kampagne hat Interpol im Netz eine eigene Webseite lanciert. Darauf lassen sich Details zu den 22 Fällen abrufen. So können dort etwa Informationen zur Kleidung oder zum Schmuck der ermordeten Frauen eingesehen werden. Im Fachjargon werden diese Einzelheiten als „Black Notices“ betitelt.

Die belgische Justiz befasst sich mit insgesamt sieben der 22 Fälle. Für die belgischen Akten kann jeder, der nützliche Informationen hat, diese unter opsporingen@police.belgium.eu oder 0800/30.300 weitergeben.

Helfen Sie mit!

Auch wenn Sie keine Hinweise haben, können Sie die Kampagne unterstützen, indem Sie diese teilen und auf sie aufmerksam machen. Hinterbliebene können sich derweil bei Interpol melden, um über DNA-Analysen Verwandtschaftsbeziehungen festzustellen. Von vielen der ermordeten Frauen liegt nämlich DNA vor, sodass ihre Identität möglicherweise durch Vergleiche festgestellt werden kann. (belga/calü)

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