Laut Angaben der Nachrichtenagentur Belga handelt es sich um einen 44-jährigen Verdächtigen, dessen Unterkunft in der Franklin Rooseveltlaan im Zusammenhang mit einem Drogenfall überprüft werden sollte.
Wie die zuständige Staatsanwaltschaft gegenüber Belga erklärt, habe der Mann bei der Hausdurchsuchung als erster eine Waffe auf die Beamten gerichtet. „Daraufhin kam es zu dem Schusswechsel. Die Polizei leitete noch Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen ein und verständigte den Rettungsdienst, doch jede Hilfe kam zu spät“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. (belga/calü)

Kommentare
Wieso ist dies ein Unglück?
Der Mann hat zu einer Waffe gegriffen und damit die Polizisten bedroht.
Also hat er dies sich selber zuzuschreiben.
Weil die Realität heute verdreht ist, Herr van Houtte: Ein Unglück ist, wie im vorliegenden Fall, wenn ein Krimineller versucht zu töten und selbst erschossen wird; oder wenn ein "Auto" (selbstständig, anscheinend) in eine Menschengruppe fährt und tötet.
Alles auch als "Neusprech" bekannt...
« Neusprech » ? So heißt „die sprachpolitisch umgestaltete Sprache in George Orwells dystopischem Roman 1984. Durch Sprachplanung sollen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten beschränkt und damit die Freiheit des Denkens aufgehoben werden.“ (Wikipedia)
Dem Herrn Dr. Damien Francois bleibt es vorbehalten, hinter dieser unglücklichen Wortwahl „Unglück“ eines GE-Redakteurs gleich die diktatorische Hand des Orwellschen „Großen Bruders“ zu wittern.
Wenn das so wäre, müsste dann nicht auch das andere ostbelgische Medium, der BRF, „gleichgeschaltet“ werden? Der titelt aber so: „Verdächtiger bei Hausdurchsuchung in Gent erschossen.“ Was wohl die treffendste Schlagzeile wäre.
Dem dritten ostbelgischen Medium, sonst auf jede derartige Meldung erpicht, bringt sie doch den üblichen Rattenschwanz an Kommentaren, ist das „Unglück“ keine Zeile wert. Die Suchwörter „Gent“ und „Polizeikugel“ ergeben jedenfalls keine diesbezüglichen Treffer. Zensur ?
Die innerbelgische Presse ist da jedenfalls keiner irgendwie gearteten Sprachregelung unterworfen worden:
Het Niewsblad bringt auf seiner Webseite einen längeren Artikel unter der Überschrift: „Politie schiet man (44) dood tijdens huiszoeking in drugsdossier: Zou wapen hebben gericht op agent”
Het Laatste Niews bringt zwei Tage später noch einige Details: “Doodgeschoten ‘drugskoker’ (43) liet acht jaar geleden al eens spijkerbom ontploffen tijdens huiszoeking.”
(spikkerbom = Nagelbombe)
Der Mann war also kein unbeschriebenes Blatt, woraus auch kein Geheimnis gemacht wurde.
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